141 Millionen pro Jahr: 81 % der Einnahmen der USCCB stammen aus Zuschüssen für Programme mit Einwanderern

141 Millionen pro Jahr: 81 % der Einnahmen der USCCB stammen aus Zuschüssen für Programme mit Einwanderern

Die Konferenz der katholischen Bischöfe der Vereinigten Staaten (USCCB) erhielt eine Bundesförderung von rund 141 Millionen Dollar im Rahmen des Programms Preferred Communities, das der Umsiedlung und Unterstützung besonders schutzbedürftiger Flüchtlinge dient. Eine von Effort veröffentlichte Untersuchung beleuchtet das starke Wachstum dieses Programms während der Biden-Administration und den Anteil, den öffentliche Mittel in mehreren religiösen Organisationen mit Migrationsdiensten erreicht haben.

Die gesammelten Daten zeigen, dass die USCCB kein Einzelfall war. Zu den großen Empfängern zählen Church World Service, Lutheran Immigration and Refugee Service — inzwischen Global Refuge —, Episcopal Migration Ministries, HIAS und weitere Organisationen, die in den Vereinigten Staaten Aufnahme- und Umsiedlungsprogramme durchführen.

Rund 141 Millionen für die USCCB

Die Förderung für die US-amerikanische Bischofskonferenz begann im September 2021 und belief sich auf 140.937.398 Dollar. Laut den von Effort erfassten Unterlagen waren bis zum Ende des Förderzeitraums etwas mehr als 80 Millionen Dollar ausgezahlt worden.

Das Programm Preferred Communities untersteht dem Office of Refugee Resettlement, das dem US-Gesundheits- und Sozialministerium (HHS) angegliedert ist. Ziel ist es, die Umsiedlung besonders schutzbedürftiger Flüchtlinge in Gemeinden zu erleichtern, die auf ihre Bedürfnisse vorbereitet sind.

Das Volumen des Programms stieg ab 2021 erheblich an. Die Analyse schätzt, dass die kumulierten Verpflichtungen dieser Förderungen schließlich über eine Milliarde Dollar hinausgingen, nachdem sie in den Folgejahren mehrfach aufgestockt worden waren.

Zu den in der Untersuchung erfassten Förderungen zählen etwa 162 Millionen Dollar für Church World Service, 159 Millionen für Global Refuge, 139 Millionen für HIAS und rund 80 Millionen für Episcopal Migration Ministries.

Der Anteil öffentlicher Mittel in den Finanzen der USCCB

Die Frage gewinnt an Bedeutung, wenn man die Gesamtbilanz der Bischofskonferenz betrachtet.

Laut dem von Effort zitierten geprüften Finanzbericht der USCCB für das Geschäftsjahr 2024 verzeichnete die Konferenz 180,4 Millionen Dollar aus staatlichen Verträgen und Zuschüssen. Dieser Betrag machte 81,8 % ihrer Einnahmen im betreffenden Jahr aus.

Nicht alle diese Mittel stammten aus Preferred Communities. Die USCCB beteiligt sich an verschiedenen staatlichen Programmen im Zusammenhang mit Flüchtlingen, unbegleiteten minderjährigen Ausländern und anderen Formen der Migrationshilfe.

Innerhalb der Bischofsstruktur bündelt Migration and Refugee Services (MRS) einen Großteil dieser Tätigkeit. Die Untersuchung weist darauf hin, dass diese Abteilung einen wesentlichen Teil der Betriebsausgaben der USCCB ausmacht und etwa 13,4 Millionen der 36,6 Millionen Dollar übernahm, die die Konferenz 2024 für Gehälter, Steuern und Sozialleistungen aufwandte.

Religiöse Organisationen, die von Migrationsverträgen abhängig sind

Effort erweitert die Analyse auf weitere Organisationen unterschiedlicher christlicher Konfessionen und stellt fest, dass einige in erheblichem Maße von öffentlichen Mitteln für Migrationsprogramme abhängen.

Im Geschäftsjahr 2024 meldete Global Refuge Gesamteinnahmen von 303,6 Millionen Dollar, von denen etwa 291,9 Millionen vom Staat stammten. Church World Service verzeichnete rund 282,9 Millionen Dollar Einnahmen, davon etwa 251,4 Millionen aus staatlichen Mitteln.

Anhand dieser Zahlen verwendet Effort eine besonders kritische Formulierung und bezeichnet einige dieser Organisationen finanziell als „Migrationsauftragnehmer mit geringerer Beteiligung der Kirchen“.

Die Daten zeigen von sich aus, welch hohen Anteil öffentliche Programme zu Einwanderung und Flüchtlingen in den Finanzen mehrerer dieser Einrichtungen einnehmen.

Öffentliche Finanzierung und Opposition gegen Trumps Migrationspolitik

Die Untersuchung weist zudem auf einen politisch relevanten Umstand hin: Mehrere der Empfänger dieser Mittel haben sich zu öffentlichen Kritikern der Migrationspolitik Donald Trumps entwickelt.

Die USCCB und andere religiöse Organisationen haben Maßnahmen im Zusammenhang mit Abschiebungen, Grenzsicherheit, Einschränkungen bei der Umsiedlung von Flüchtlingen und Kürzungen von Hilfen für Ausländer in Frage gestellt.

Effort stellt diese öffentliche Tätigkeit der wirtschaftlichen Abhängigkeit gegenüber, die diese Organisationen in den vorangegangenen Jahren von Bundesprogrammen entwickelt haben.

Im konkreten Fall der USCCB werfen die Daten damit eine Frage auf, die über die Förderung von Preferred Communities hinausgeht: Inwieweit beeinflusst der erhebliche Anteil staatlicher Mittel für Einwanderung und Flüchtlinge die Wirtschaftsstruktur der US-amerikanischen Bischofskonferenz.

Ein Großteil der analysierten Förderungen läuft zudem 2026 aus. Laut Effort stehen etwa 1.020 Millionen Dollar an Zuschüssen von Preferred Communities in diesem Jahr zur Auslauffrist, während offen bleibt, welche Programme die Trump-Administration beibehalten oder erneuern wird.

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