Der Vatikan bringt den Dokumentarfilm „Leo from Chicago“ heraus, über die Kindheit und Berufung von Papst Leo XIV.

Der Vatikan bringt den Dokumentarfilm „Leo from Chicago“ heraus, über die Kindheit und Berufung von Papst Leo XIV.

Der Vatikan hat am Montag über seinen offiziellen YouTube-Kanal den Dokumentarfilm mit dem Titel Leo from Chicago uraufgeführt, eine Produktion, die die Ursprünge und die familiäre Laufbahn des Papstes Leo XIV. erzählt, mit Zeugnissen von denen, die ihn in seiner Kindheit und Jugend aus der Nähe kannten. Der Film —die zweite Folge nach León de Perú, die im vergangenen Juni veröffentlicht wurde— rekonstruiert die ersten Lebensjahre des Pontifex in seinem Geburtsort Dolton, einem kleinen Vorort des metropolitanen Gebiets von Chicago.

Mit einer Dauer von 52 Minuten präsentiert der Dokumentarfilm unveröffentlichte Bilder, Interviews und Erinnerungen seiner Familie, Freunde, Studienkollegen und ehemaliger Lehrer. Die Brüder des Papstes, Louis und John Prevost, erinnern an seine Kindheit in einem bescheidenen Haus mit nur einem Zimmer und einer einfachen, aber tief vom Glauben geprägten Atmosphäre. „Man sah seine Neigung zum Priestertum“, sagt Louis in einem der emotionalsten Momente.

Er wuchs in einem Zuhause auf, in dem die religiöse Praxis Teil des Alltags war —seine Mutter ging jeden Morgen zur Messe, bevor sie ihre Kinder für die Schule vorbereitete—, der junge Robert Francis Prevost wuchs in einer Umgebung auf, die seine Berufung formte. Sie spielten Messdiener und feierten die Messe auf Latein —der übliche Modus zu dieser Zeit—.

Ein intimes Porträt des zukünftigen Pontifex

Jenseits der biografischen Fakten möchte Leo from Chicago die menschliche Dimension des Papstes zeigen. Unter den Zeugnissen heben sich sein freundlicher Charakter, sein ständiger Humor, sein Geschmack am Fahren und seine bekannte Vorliebe für Pepperoni-Pizza aus seiner Heimatstadt hervor. Diese alltäglichen Pinselstriche sollen den Zuschauer dem Mann hinter dem Pontifikat näherbringen und daran erinnern, dass der aktuelle Nachfolger Petri vor allem ein Junge aus dem Viertel war, fleißig und hilfsbereit, mit einem einfachen Familienleben.

Der Dokumentarfilm geht auf die Erzählungen enger Freunde ein, darunter ein lutherisches Paar, das er im Vatikan besuchte und dem er die relevanten Orte Martin Luthers zeigte. Die Nächsten porträtieren ihn als diplomatischen, ruhigen und nachdenklichen Führer. Mit einer besonderen Berufung für die Ärmsten —ein Ruf, der ihn zur Diözese von Chiclayo führte—. Sie betonen, dass seine Wurzeln in Chicago liegen, sein Wachstum in Peru und seine Blüte im Vatikan.

Zwischen Menschlichem und Symbolischem

Der Dokumentarfilm bietet einen intimeren und symbolischeren Blick, der sich auf die Wurzeln und Werte konzentriert, die seinen priesterlichen Weg prägten. Die Absicht —offensichtlich im Stil des Films— ist es, Leo XIV. als nahen Hirten darzustellen, geformt durch Einfachheit und die Erfahrung des alltäglichen Glaubens, mehr als als institutionelle oder distanzierte Figur.

Gleichzeitig reiht sich die Produktion in eine zunehmend an der Humanisierung des Bildes des Pontifex interessierte vatikanische Kommunikationslinie ein, die seine persönliche Biografie und seine Beziehung zu den sozialen Realitäten seiner Zeit unterstreicht. Ohne den pastoralen Aufklärungsaspekt zu vernachlässigen, kann Leo from Chicago auch als Bemühung gelesen werden, die Verbindung zwischen Kirche und alltäglichem Leben, zwischen priesterlicher Berufung und der konkreten Geschichte einer gläubigen Familie zu bekräftigen.

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