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Wenn die Zahl der jährlichen Novizen weder die Todesfälle noch die Austritte annähernd ausgleicht, ist das Verschwinden sicher und nicht mehr fern.
Die einzigen sicheren Zahlen sind die der Todesfälle und der Austritte, letztere auf eigenen Wunsch des Novizen im Noviziat oder danach oder auf Anordnung der Oberen. Dagegen weiß niemand, ob ein Novize sein Noviziat abschließen wird und ob er danach, als Priester, seine priesterliche Laufbahn bis zum Tod fortsetzen wird.
Angesichts so vieler Ungewissheiten ist es unmöglich, langfristig etwas anderes zu prognostizieren als die Sicherheit des nahen Verschwindens. Seit vielen Jahren sind es jedes Jahr weniger als im Vorjahr und zugleich älter. Und wenn das Durchschnittsalter der Verbliebenen immer höher wird, nehmen die Todesfälle zu und beschleunigen so das Ende des Ordens oder der religiösen Kongregation.
Weiterzuleben, als wäre dieses Ende nicht schon sehr nahe, zeugt nur von einer krankhaften Verleugnung einer grausamen Realität, die sich – ob man will oder nicht – in fast allen männlichen und weiblichen Instituten durchsetzt.