Ein blasphemisches Werk in Deutschland kreuzigt einen Wal und parodiert die Heilige Messe

Ein blasphemisches Werk in Deutschland kreuzigt einen Wal und parodiert die Heilige Messe

Eine Theateraufführung, die im Ernst Deutsch Theater in Hamburg uraufgeführt wurde, hat die Passion Christi und die Heilige Messe in eine blasphemische Parodie verwandelt. TIMMY: Die Hope stirbt zuletzt („Timmy: Die Hoffnung stirbt zuletzt“) zeigt einen gekreuzigten Buckelwal, feiert eine angebliche „Messe“ zu seinen Ehren und ersetzt das „Halleluja“ durch den Ruf „Walleluja“, wobei sie einige der heiligsten Symbole des Christentums für ihre szenische Inszenierung nutzt.

Der Regisseur der Aufführung, Alexander Klessinger, bezeichnet die Inszenierung als eine „moderne Passionsgeschichte“ und sogar als eine „Messe für Timmy“. Seiner Ansicht nach ist der Wal zu einer „Art Erlöserfigur“ geworden, auf die Millionen Menschen ihre Sehnsüchte nach Sinn, Hoffnung und Erlösung projizieren.

Ein Wal als „Erlöserfigur“

Die Aufführung nimmt den Fall von Timmy, dem Buckelwal, der gestrandet war und dessen Rettungsversuch in Deutschland große öffentliche und mediale Aufmerksamkeit erregte, als Ausgangspunkt.

Auf dieser Geschichte baut die Darstellung eine Parallele zur Passion Christi auf. Der Wal erscheint ans Kreuz genagelt, wird auf einen Altar gelegt, während ein als Priester gekleideter Schauspieler eine angebliche „Heilige Messe für Timmy“ feiert, und seine „Auferstehung“ wird mit Rufen von „Walleluja“ begrüßt, einer absichtlichen Verfälschung des christlichen „Halleluja“.

Der Regisseur selbst behauptet, seine Absicht sei nicht, Jesus Christus lächerlich zu machen, sondern die Notwendigkeit säkularisierter Gesellschaften in Frage zu stellen, neue „Erlöserfiguren“ zu schaffen, wenn traditionelle religiöse Bezugspunkte verschwinden. Nach dieser Interpretation sei der Wal zu einer Projektionsfläche für ökologische Schuld und die Hoffnung auf Erlösung durch Umweltengagement geworden.

Eine neue Entweihung christlicher Symbole

Die Aufführung reiht sich in eine lange Serie künstlerischer Produktionen ein, die die Entweihung des Kreuzes und der katholischen Liturgie als provokatives Mittel nutzen. In diesem Fall ersetzt die Aufführung Jesus Christus durch einen Wal, der zur „Erlöserfigur“ erhoben wird, und verwandelt die eucharistische Feier in eine „Messe für Timmy“, wobei sie Altar, liturgische Gewänder und die eigene Sprache der Kirche für parodistische Zwecke verwendet.

Für den christlichen Glauben ist das Kreuz kein austauschbares Symbol des Leidens noch ein dramatisches Mittel, das auf jede beliebige Sache anwendbar wäre. Es ist das Zeichen des erlösenden Opfers Jesu Christi, während die Heilige Messe dieses einzige Opfer sakramental vergegenwärtigt. Die Verwendung beider als theatralische Elemente zur Konstruktion einer Satire stellt eine Banalisierung dessen dar, was Millionen von Christen für heilig halten.

Obwohl der Regisseur behauptet, bestimmte soziale Phänomene und neue Formen der „Säkularreligion“ kritisieren zu wollen, endet die Aufführung damit, gerade die zentralen Symbole des Christentums als Vehikel dieser Kritik zu benutzen. Die Passion Christi, das Kreuz und die Eucharistie hören auf, Gegenstand der Verehrung zu sein, und werden zu Instrumenten einer szenischen Provokation, die ohne die Parodie des Heiligen kaum dieselbe Aufmerksamkeit erlangt hätte.

Die Blasphemie als Aufmerksamkeitsmittel

Es ist nicht das erste Mal, dass die zeitgenössische Kunst christliche Symbole nutzt, um mediale Wirkung zu erzielen. Zu den bekanntesten Vorgängern zählen die Skulptur der gekreuzigten Kröte von Martin Kippenberger, die den Protest Benedikts XVI. hervorrief, oder die Aufführung SANCTA von Florentina Holzinger, in der eine Nonne sexuelle Beziehungen mit einem Kruzifix unterhielt.

Das Kreuz ist kein austauschbares Symbol des Leidens noch ein dramatisches Mittel, das auf jede beliebige Sache anwendbar wäre. Es ist das Zeichen des erlösenden Opfers Jesu Christi, während die Heilige Messe dieses einzige Opfer sakramental vergegenwärtigt.

Mit der Kreuzigung eines Wals, der Feier einer falschen Messe und der Ersetzung Christi durch ein zum „Erlöser“ erhobenes Tier reiht sich TIMMY: Die Hope stirbt zuletzt in die Liste von Produktionen ein, die Blasphemie und Parodie christlicher Symbole als Hauptmittel der Provokation nutzen.

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