Parolin empfängt den Regierungschef von Andorra und nimmt die Gespräche über Abtreibung wieder auf

Parolin empfängt den Regierungschef von Andorra und nimmt die Gespräche über Abtreibung wieder auf
Visita del gobierno de Andorra a la Santa Sede, 2025

Der Staatssekretär des Heiligen Stuhls, Kardinal Pietro Parolin, empfing diesen Mittwoch im Vatikan den Regierungschef von Andorra, Xavier Espot, und den Minister für Institutionelle Beziehungen, Ladislau Baró, zu einem weiteren Treffen, das der Frage der Entkriminalisierung der Abtreibung im Fürstentum gewidmet war.

Laut La Veu Lliure, setzt das Treffen die Gespräche fort, die beide Seiten seit Monaten führen, um mögliche Lösungen angesichts der Absicht der andorranischen Regierung zu prüfen, die Strafgesetzgebung zu ändern, ohne das besondere institutionelle System des Koprinzipats zu verändern.

Vor dem Treffen informierte die Regierung den bischöflichen Koprinzen von Andorra über die Durchführung des Treffens und über den Stand der bisher geführten Verhandlungen.

Der Heilige Stuhl und die Regierung prüfen weiterhin mögliche Lösungen

Während des Treffens analysierten die Delegationen die verschiedenen juristischen Formeln, die von der andorranischen Regierung zur Entkriminalisierung der Abtreibung vorgeschlagen wurden. Sowohl der Heilige Stuhl als auch die Regierung stimmten darin überein, die bestehenden Vorschläge weiter zu vertiefen, in Gesprächen, die beide Seiten als von Vertrauen und Diskretion geprägt beschreiben.

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Laut Berichten bekräftigte die andorranische Regierung ihren Willen, den Dialog mit dem Heiligen Stuhl aufrechtzuerhalten, um „eine Lösung zu finden, die es ermöglicht, die angestrebte Reform voranzubringen, ohne die institutionelle Stabilität des Fürstentums zu gefährden“.

Ein besonders sensibles Thema für das Koprinzipat

Die Entkriminalisierung der Abtreibung ist seit Jahren einer der wichtigsten Reibungspunkte zwischen der andorranischen Regierung und dem Heiligen Stuhl aufgrund der besonderen institutionellen Konfiguration des Landes, in dem der Bischof von Urgell als Koprinz zusammen mit dem Präsidenten der Französischen Republik fungiert.

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In den letzten Wochen erkannte der Sprecher der andorranischen Regierung, Guillem Casal, an, dass die jüngsten Äußerungen von Papst Leo XIV. zur Verteidigung des Lebens voll und ganz mit der ständigen Lehre der Kirche übereinstimmen, obwohl er bekräftigte, dass die Regierung weiterhin nach einer juristischen Formel suchen werde, die ihr Gesetzesvorhaben mit dem verfassungsrechtlichen Rahmen des Fürstentums vereinbar macht.

Einladung an Leo XIV.

Während seines Besuchs im Vatikan nutzte Xavier Espot die Gelegenheit auch, um Papst Leo XIV. eine offizielle Einladung zu einem Besuch in Andorra zu überbringen.

Derzeit bleiben die Gespräche zwischen dem Heiligen Stuhl und der andorranischen Regierung offen, und es wurde keine Einigung über eine mögliche Reform der geltenden Gesetzgebung bekannt gegeben.

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