Papst Leo XIV hat die Ernennung von Schwester Alessandra Smerilli zur neuen Präfektin des Dikasteriums für den Dienst der ganzheitlichen menschlichen Entwicklung bestätigt und damit die Gerüchte bestätigt, die in vatikanischen Kreisen über ihre bevorstehende Beförderung kursierten. Die Salesianerin, die bislang als Sekretärin desselben Dikasteriums tätig war, wird ihre neuen Aufgaben offiziell am 1. September 2026 übernehmen.
Mit dieser Entscheidung wird Schwester Alessandra Smerilli die erste Frau an der Spitze dieses Dikasteriums, eines der bedeutendsten Organe der Römischen Kurie, das für Themen wie die Förderung von Gerechtigkeit und Frieden, die Betreuung von Migranten und Flüchtlingen, die Gesundheitspastoral, die Sorge für die Schöpfung und die ganzheitliche menschliche Entwicklung zuständig ist.
Von der ersten Sekretärin zur ersten Präfektin
Die Ordensfrau der Töchter Mariens, Hilfs der Christen, Wirtschaftswissenschaftlerin und Universitätsprofessorin hatte bereits 2021 Geschichte geschrieben, als Papst Franziskus sie zur Sekretärin des Dikasteriums für den Dienst der ganzheitlichen menschlichen Entwicklung ernannte und sie damit zur ersten Frau wurde, die das Sekretariat eines Dikasteriums des Heiligen Stuhls innehatte.
Neubesetzung der Dikasteriumsleitung
Zusammen mit der Ernennung der neuen Präfektin hat Leo XIV auch die Leitung des Dikasteriums neu geordnet.

Kardinal Fabio Baggio, bisher Subsekretär, wurde zum Pro-Präfekten ernannt, mit einer spezifischen Zuständigkeit für das Laudato-si’-Zentrum für höhere Bildung. Es handelt sich um eine neu geschaffene Position, die es ihm ermöglicht, weiterhin im Bereich der ganzheitlichen menschlichen Entwicklung tätig zu sein, insbesondere bei Initiativen, die sich an der Enzyklika Laudato si’ orientieren.
Zudem hat der Papst Msgr. Jozef Barlaš zum neuen Sekretär des Dikasteriums ernannt, der bislang als Subsekretär desselben Dikasteriums tätig war.
Alle drei Ernennungen treten am 1. September 2026 in Kraft.