Die Asociación San Juan Bautista kündigt rechtliche Schritte gegen Jordi Bertomeu in Spanien an

Die Asociación San Juan Bautista kündigt rechtliche Schritte gegen Jordi Bertomeu in Spanien an

Die Asociación Civil San Juan Bautista hat eine Erklärung veröffentlicht, in der sie die Vorwürfe zurückweist, die sie mit einer angeblichen Landenteignung in Catacaos, Peru, und mit Gewalttaten im Zusammenhang mit diesem Konflikt in Verbindung bringen. Die Organisation betont, dass diese Anschuldigungen falsch seien, bereits 2024 öffentlich widerlegt wurden und nun im Zuge verschiedener Äußerungen des Priesters Jordi Bertomeu erneut in der öffentlichen Debatte kursierten.

Die Vereinigung erklärt, man habe versucht, den Eindruck zu erwecken, sie gehöre zum Sodalicio de Vida Cristiana, habe Land von Gemeindemitgliedern in Catacaos enteignet und stehe im Zusammenhang mit dem Tod von Gemeindemitgliedern. Dagegen bestreitet sie jegliche rechtliche, vermögensrechtliche oder institutionelle Unterordnung gegenüber dem Sodalicio, räumt jedoch ein, aufgrund einer gemeinsamen katholischen Identität kooperative Beziehungen unterhalten zu haben.

Was ist die Asociación Civil San Juan Bautista

Die Asociación Civil San Juan Bautista wurde 1991 mit wohltätigen, religiösen und sozialen Zielen gegründet, insbesondere im Bereich der Bestattungsdienste und der würdigen Beerdigung.

Die Organisation, die sich als katholisch versteht, gibt an, dass seit ihrer Gründung einige ihrer Mitglieder mit dem Sodalicio de Vida Cristiana verbunden gewesen seien, betont jedoch, dass zwischen beiden Institutionen keine rechtliche Unterordnung bestehe.

Derzeit verwaltet sie zehn Friedhöfe in verschiedenen Regionen Perus und erklärt, darüber hinaus pastorale und soziale Aufgaben sowie Unterstützungsleistungen für verschiedene kirchliche und zivile Einrichtungen wahrzunehmen.

Die Vereinigung bestreitet eine Landenteignung

In ihrer Erklärung führt die Asociación aus, dass der Erwerb der mit dem Fall Catacaos verbundenen Grundstücke im Jahr 2012 innerhalb des formellen Eigentumssystems erfolgt sei, das von der peruanischen Rechtsordnung anerkannt wird.

Nach ihrer Darstellung hätten die Grundstücke ursprünglich der bäuerlichen Gemeinde Catacaos gehört, die 1999 als Eigentümerin eingetragen wurde. Noch vor jeglichem Eingreifen der Vereinigung seien diese Flächen jedoch im Jahr 2000 durch die damals geltenden gesetzlichen Verfahren in das individuelle Eigentum von hundert Gemeindemitgliedern übergegangen.

Die Asociación erklärt, sie habe anschließend 1.895,40 Hektar von den als Eigentümer in den öffentlichen Registern eingetragenen Personen erworben und halte es daher für unzutreffend, den Vorgang als „Enteignung“ durch die Organisation darzustellen.

Keine gerichtliche Verurteilung gegen die Organisation

Die Asociación San Juan Bautista betont, dass es weder ein Urteil noch eine gerichtliche Entscheidung gebe, die feststelle, dass sie in Bezug auf diese Vorgänge eine Straftat begangen habe.

Sie weist auch jede Verantwortung für Todesfälle zurück, die in unterschiedlichen Zusammenhängen eingetreten seien. In der Erklärung werden die Fälle von Guadalupe Zapata Sosa, Luis Pasache und Cristino Melchor genannt; es handele sich um getrennte Vorfälle, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten eingetreten seien und weder ursächlich noch tatsächlich mit der Institution in Verbindung stünden.

Nach Auffassung der Vereinigung stelle die Zusammenführung dieser Ereignisse zu einer öffentlichen Anschuldigung gegen sie eine schwerwiegende Form von Desinformation dar.

Kritik an Jordi Bertomeu

Die Erklärung widmet dem Priester Jordi Bertomeu einen eigenen Abschnitt, dem die Organisation eine aktive Rolle bei der öffentlichen Verbreitung dieser Vorwürfe zuschreibt.

Die Vereinigung hält es für besonders bedenklich, dass diese Aussagen aus einer kirchlichen Autoritätsstellung heraus getroffen worden seien, da sie nach ihrer Auffassung sowohl die Öffentlichkeit als auch Mitglieder der Kirche selbst in die Irre führen könnten.

Die Asociación kritisiert zudem, dass die Vorwürfe in einem kirchlichen Kontext wiederbelebt worden seien, einschließlich Veranstaltungen wie der sogenannten „Messe der Wiedergutmachung“ in Catacaos.

Strafanzeige in Spanien wegen Beleidigung und Verleumdung

Die Asociación Civil San Juan Bautista teilt außerdem mit, dass sie am 12. November 2025 in Spanien rechtliche Schritte gegen Jordi Bertomeu eingeleitet habe. Grund seien Äußerungen, die er im April 2025 in RAC1 und TV3 gemacht habe und in denen er die Organisation – so die Vereinigung – ohne Beweismittel mit mutmaßlichen Straftaten der Geldwäsche und Steuerhinterziehung in Verbindung gebracht habe.

Die Asociación erklärt, sie habe eine Strafanzeige wegen mutmaßlicher Beleidigung und Verleumdung eingereicht, nachdem zuvor ein Schlichtungsverfahren eingeleitet worden sei.

Laut der Erklärung sei Bertomeu zu einer für den 20. April 2026 anberaumten Anhörung nicht erschienen und habe die Aussetzung der nächsten Ladung beantragt. Die neue Anhörung sei auf den 22. Juni 2026 festgesetzt worden.

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