Irland wird mit Werbetafeln gefüllt, die zum Beten des Rosenkranzes einladen

Irland wird mit Werbetafeln gefüllt, die zum Beten des Rosenkranzes einladen

Irland wird in den kommenden Wochen ein ungewöhnliches Bild im heutigen Westeuropa sehen: Dutzende von Werbetafeln, die offen zum Rosenkranzgebet einladen. Die Initiative ist Teil der Werbekampagne für das All Ireland Rosary Rally, eine große katholische Versammlung, die am 6. Juni im marianischen Heiligtum von Knock stattfinden und zu einem der größten religiösen Ereignisse des Landes in den letzten Jahren werden soll.

Laut El Debate haben die Organisatoren etwa 50 Werbetafeln auf der gesamten Insel – einschließlich Nordirland – aufgestellt, mit Botschaften, die die Bürger zur Teilnahme an dem Gebetstag und der Wallfahrt ermutigen sollen.

Der Rosenkranz kehrt in den irischen öffentlichen Raum zurück

Anstatt sich auf die Pfarreien oder die sozialen Netzwerke zu beschränken, haben die Initiatoren des Treffens beschlossen, die Botschaft direkt an die Straßen und Städte des Landes zu bringen und damit eine Strategie wiederzubeleben, die an die historischen Kampagnen von Pater Patrick Peyton erinnert, dem irischen Priester, der im 20. Jahrhundert weltweit massenhafte Rosenkranz-Kreuzzüge populär gemacht hat.

Pater Marius O’Reilly, einer der Organisatoren des Events, erklärte gegenüber EWTN News, dass die Absicht einfach sei: Jeder Mensch soll beim Vorbeigehen an einer Werbetafel eine Einladung zum Gebet erhalten.

Irland wird erneut dem Unbefleckten Herzen Mariens geweiht

Einer der zentralen Momente des Treffens wird die erneute Weihe Irlands an das Unbefleckte Herz Mariens sein, die vom Erzbischof Eamon Martin und Bischof Donal McKeown geleitet wird.

Die Organisatoren stellen den Tag als großes nationales Gebet für den Frieden und für die Wiedererlangung des katholischen Glaubens in Irland dar, einer Nation, die jahrhundertelang als einer der großen Bollwerke des europäischen Katholizismus galt und die in den letzten Jahrzehnten einen raschen Prozess der politischen und sozialen Entchristlichung erfahren hat.

Die Resonanz ist, zumindest vorläufig, bemerkenswert. Bereits Dutzende von Bussen wurden reserviert, um Pilger zum Heiligtum von Knock im County Mayo zu bringen.

Ein Ereignis, das ausschließlich durch Spenden finanziert wird

Sowohl die Werbekampagne als auch die Organisation des Events werden vollständig durch private Spenden und Sponsoren finanziert。

Die Teilnahme ist kostenlos und die Organisatoren berichten von einer „überwältigenden“ Resonanz seitens der Gläubigen aus Irland und dem Ausland.

Knock, das große marianische Heiligtum Irlands

Die Versammlung wird im National Shrine of Knock stattfinden, das als wichtigstes katholisches Pilgerzentrum Irlands gilt. Im County Mayo gelegen, empfängt der Ort jedes Jahr etwa anderthalb Millionen Pilger, die von der offiziell von der Kirche anerkannten Marienerscheinung angezogen werden.

Am 21. August 1879 erklärten fünfzehn Personen, an der Pfarrkirche des Dorfes die Jungfrau Maria zusammen mit dem heiligen Josef, dem heiligen Johannes Evangelist und dem mystischen Lamm auf einem Altar gesehen zu haben. Die Erscheinung, still und in ein intensives Licht gehüllt, dauerte etwa zwei Stunden, während die Zeugen unter starkem Regen den Rosenkranz beteten.

Im Gegensatz zu anderen Marienerscheinungen gab es in Knock keine Botschaften oder Worte. Gerade dieses Schweigen hat das Heiligtum zu einem mächtigen geistlichen Symbol für Generationen irischer Katholiken gemacht.

Die Kirche untersuchte die Vorfälle schnell und kam nur wenige Wochen später zu dem Urteil einer diözesanen Kommission, dass die Aussagen der Seher glaubwürdig seien. Jahrzehnte später bestätigte eine zweite Kommission das positive Urteil und der Heilige Stuhl genehmigte die Andacht offiziell.

Seitdem entwickelte sich Knock zu einem der großen geistlichen Vorbilder Irlands, besucht von Millionen Pilgern und von Persönlichkeiten wie dem heiligen Johannes Paul II. und der heiligen Teresa von Kalkutta. Selbst inmitten des tiefgreifenden Säkularisierungsprozesses, den das Land durchlaufen hat, bleibt das Heiligtum eines der wichtigsten Symbole der irischen katholischen Identität.

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