Der Kardinal Mario Grech, Generalsekretär der Bischofssynode, vermied es, Distanz zum deutschen Synodalen Weg zu markieren, und ließ die Möglichkeit einer künftigen Konvergenz zwischen dem in Deutschland vorangetriebenen Prozess und der weltweiten Synode über die Synodalität offen, die von Rom aus gefördert wird.
Während des 104. Deutschen Katholikentags in Würzburg erklärte Grech, dass sowohl der deutsche Synodale Weg als auch der universale synodale Prozess „denselben Protagonisten haben: den Heiligen Geist“, wie Katholisch.de berichtete. Auf die Frage nach einer möglichen Integration beider Prozesse antwortete er: „Wir werden sehen“.
Die Äußerungen erfolgen, während die Kirche in Deutschland weiterhin auf die endgültige Zustimmung des Vatikans zur Schaffung eines ständigen synodalen Organs auf nationaler Ebene wartet – eine der wichtigsten aus dem Synodalen Weg hervorgegangenen Vorschläge, die in Rom auf dogmatische und kanonische Einwände gestoßen ist.
„Die Synodalität ist kein Machtkampf“
In diesem Kontext betonte Grech eine Sicht der Synodalität, die sich von parlamentarischen Modellen oder bloßen Abstimmungsdynamiken entfernt. Bei einer Podiumsdiskussion zum Thema Synodalität als Strukturprinzip der Kirche unterstrich der Kardinal, dass der synodale Prozess nicht auf interne Machtkämpfe oder allein durch Mehrheitsentscheidungen reduz<|eos|>