Vor ein paar Wochen hat das Bild der „Erzbischöfin“ von Canterbury, die in der Klementinischen Kapelle der Basilika Sankt Peter einen Segen erteilt, die katholische Welt empört. Der Name der selbsternannten Nachfolgerin der Apostel lautet Sarah Mullaly, die vom Papst Leo XIV. in Audienz empfangen wurde. Auf dem Bild ist zu sehen, wie Mullaly den Segen erteilt, während neben ihr ein gefälliger Bischof die Parodie mit dem Kreuzzeichen begleitet.
Ich teile die allgemeine Empörung der Katholiken, aber nicht die Überraschung. Für jeden, der die wahre Bedeutung des vom Zweiten Vatikanischen Konzil geförderten Ökumenismus kennt, ist es vollkommen offensichtlich, dass das Bild, das so viel Empörung ausgelöst hat, ein grafisches Dokument ist, das mit den Grundsätzen des Ökumenismus völlig übereinstimmt. Was auf diesem Bild zu sehen ist, geschieht seit Jahrzehnten in der katholischen Kirche, aber, wie das spanische Sprichwort sagt, ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Einige scheinen jetzt erkannt zu haben, dass der Ökumenismus mit der Lehre der Kirche unvereinbar ist, und dass er der Tradition und den Heiligen Schriften frontal widerspricht.
In den vergangenen Jahren hat man versucht, den Katholiken einzureden, dass einige peinliche Szenen religiöser Promiskuität schlicht Missbräuche seien, die nicht der „Lehre“ des Ökumenismus entsprächen. Mit diesem Vorwand wollte man den Ökumenismus von allen nachfolgenden kirchlichen Missständen freisprechen, von dem Kuss des Korans durch Papst Johannes Paul II. bis hin zum Kult der Pachamama in der Basilika Sankt Peter während des Pontifikats von Franziskus. Doch es braucht nicht viel Intelligenz, um zu erkennen, dass es sich nur um eine grobe Täuschung handelt.
Die Befürworter des Kommunismus verwenden die gleiche Taktik, um das durch ihre Ideologie verursachte Massaker zu umgehen, indem sie immer auf eine abstrakte und rein nominale Definition ihrer Lehre zurückgreifen. Die Täuschung lässt sich so zusammenfassen: „Im Kommunistischen Manifest steht nicht ausdrücklich, dass man Dissidenten töten soll, weshalb dennoch jeder Mord an Dissidenten nicht dem Kommunismus zugerechnet werden kann“. Auf diese Weise wird jede negative Konsequenz, die sich aus der Anwendung bestimm