Der Kardinal José Cobo hat den Priester Luis Miguel Modino zum neuen „Direktor für Kommunikationsentwicklung und Inhalte der Delegación für Kommunikationsmedien“ der Erzdiözese Madrid ernannt. Die Ernennung, die von Religión Confidencial vorab berichtet wurde, wurde nicht durch eine offizielle Pressemitteilung bekanntgegeben, im Gegensatz zu anderen Positionen, die am selben Tag vergeben wurden, sondern erschien diskret in einem sekundären Abschnitt der diözesanen Website.
Die Ernennung stärkt das Gewicht von Modino innerhalb der von dem Erzbischof von Madrid vorangetriebenen Kommunikationsstruktur und bestätigt das Vertrauen, das Cobo in einen der Priester setzt, die am stärksten mit der synodalen Agenda und den progressiven kirchlichen Sektoren verbunden sind, die mit dem amazonischen Umfeld in Verbindung stehen.
Der neue Kommunikationsverantwortliche der madrilenischen Diözese ist regelmäßiger Mitarbeiter von Religión Digital und Alfa y Omega und hat in den letzten Monaten zu einer der sichtbarsten Stimmen des sogenannten „synodalen Modells“ geworden, das von verschiedenen kirchlichen Kreisen in der Nähe der aktuellen diözesanen Führung gefördert wird.
Eine strategische Ernennung innerhalb der Kommunikation von Cobo
Laut den von Religión Confidencial veröffentlichten Informationen ersetzt Modinos Position keinen vorherigen Verantwortlichen, sondern fügt eine neue Stufe in das Kommunikationsorganigramm der Erzdiözese hinzu. Die Absicht, so Quellen, die von diesem Medium zitiert werden, sei es, die Kommunikationsentwicklung zu stärken und die mediale Präsenz Madrids zu verbessern.
Luis Miguel Modino hat den Kardinal Cobo zudem auf einigen kürzlichen Reisen nach Rom begleitet und sich als einer der Priester etabliert, die der kommunikativen Linie des madrilenischen Erzbischofs am nächsten stehen. Verschiedene Berichte platzieren ihn seit Langem sogar unter den Namen, die für eine mögliche episkopale Beförderung genannt werden.
Die Wahl ist nicht irrelevant, insbesondere aufgrund des ideologischen und kirchlichen Profils des neuen Inhaltsdirektors.
Der Artikel über das Frauen-Diakonat, der Kontroversen auslöste
Am 8. März veröffentlichte Alfa y Omega – das offizielle Wochenzeitschrift der Diözese Madrid – einen Artikel, der genau von Luis Miguel Modino unterzeichnet war und in dem offen die Möglichkeit einer Wiederherstellung des Frauen-Diakonats in der Kirche thematisiert wurde.
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In diesem Text verteidigte Modino, dass die Frage im aktuellen synodalen Prozess weiterhin „discerniert“ werden müsse, und nahm die Thesen des Kardinals Leonardo Steiner zu einer möglichen diakonischen Ordination von Frauen positiv auf. Der Priester stellte die Debatte als Teil einer angeblichen irreversiblen kirchlichen Entwicklung dar und behauptete, die Kirche solle diesen Weg der Reflexion nicht aufgeben.
Die Veröffentlichung des Artikels in einem offiziellen Medium der madrilenischen Diözese erregte Unruhe in kirchlichen Kreisen, da die Frage des Frauen-Diakonats die Lehre über das Sakrament der Weihe direkt betrifft.
Die Kirche hat immer gelehrt, dass das heilige Weihesakrament ein einziges Sakrament mit drei untrennbaren Graden – Episkopat, Presbyterat und Diakonat – darstellt und dass die sakramentale Weihe ausschließlich reserviert ist für getaufte Männer. Die Internationale Theologische Kommission hatte bereits 2002 erinnert, dass die alten „Diakonissen“ sakramental nicht den geweihten Diakonen gleichkamen.
Ein neuer Schritt innerhalb einer spezifischen kirchlichen Linie
Die Ernennung von Modino erfolgt zudem in Kontinuität mit anderen kürzlichen Episoden, die in Kreisen verbunden mit der Diözese Madrid aufgetaucht sind. Darunter fiel besonders die Erwähnung in Arbeitsdokumenten des sogenannten Diözesan-Conviviums von Referenzen zu einem hypothetischen „temporären Priestertum“ auf, eine Idee, die weitgehend kritisiert wurde, weil sie Verwirrung über die permanente Natur des ministeriellen Priestertums stiften.
Der Eintritt von Modino in den Kern der kommunikativen Leitung der Erzdiözese markiert eine kommunikativen Linie, die klar mit den progressivsten synodalen Ansätzen ausgerichtet ist.