Star Wars, um junge Menschen zur Liturgie anzuziehen: Das Evangelium erklärt zwischen Lichtschwertern und „der Macht“

Star Wars, um junge Menschen zur Liturgie anzuziehen: Das Evangelium erklärt zwischen Lichtschwertern und „der Macht“
Foto: Patricia Achter

Eine Kirche in Deutschland hat Szenen und Charaktere aus Star Wars in eine religiöse Feier integriert als Teil ihrer „Strategie“, um junge Menschen anzuziehen, die sich immer mehr von der Kirche entfernen. Die Initiative fand in Burg Feuerstein in Bayern statt und wurde vom Priester verantwortlich für die Jugendarbeit Gerd Richard Neumeier vorangetrieben,

laut dem deutschen Medium Katholisch, el war der Akt keine Messe, sondern ein „Gottesdienst“ —deutscher Begriff, der generisch einen Kultakt bezeichnet— in diesem Fall eine Feier des Wortes, das heißt, ohne Eucharistie.

Darth Vader im Tempel als pastorales Mittel

Die Feier begann mit einer Szene, inspiriert von der Filmreihe: Charaktere wie Darth Vader und imperiale Soldaten stürmten den Feierraum, um das Gute zu bekämpfen. Die Szene kulminierte mit dem Erscheinen eines Jedi-Ritters und einem Duell mit Lichtschwertern, in dem das Gute siegte.

Laut dem verantwortlichen Priester sollte dieses szenische Mittel das zentrale Thema des Akts einführen: den Kampf zwischen Gut und Böse, Licht und Dunkelheit. Daraufhin folgte der Übergang zu den eigenen Elementen der Liturgie des Wortes, wie biblischen Lesungen, Psalmen und Evangelium.

Die Strategie: Verbindung mit der jugendlichen Vorstellungswelt

Neumeier selbst rahmt die Initiative in eine breitere pastorale Strategie ein. Wie er erklärt, zielt sie darauf ab, auf die wachsende Entfremdung der Jugendlichen von der Kirche zu reagieren, insbesondere bei denen, die sich auf die Firmung vorbereiten.

Gemäß seiner Auffassung ermöglicht die Nutzung kultureller Referenzen wie Star Wars die Schaffung einer „Brücke“ zur Glaubenswelt, indem Themen genutzt werden, die sowohl in der Saga als auch in der Bibel vorkommen, wie der Gegensatz zwischen Gut und Böse oder der Sieg des Lichts über die Dunkelheit.

Der Priester rechtfertigt diesen Ansatz mit Verweis auf Dokumente wie Christus vivit und die Richtlinien der Deutschen Bischofskonferenz, die zu einer „kreativen“ Jugendarbeit ermutigen, die an den aktuellen Kontext angepasst ist.

Zwischen Kreativität und Banalisierung

Die Initiative hat vielfältige Reaktionen hervorgerufen. Obwohl der Priester versichert, dass die Resonanz überwiegend positiv war und die Teilnahme hoch, erkennt er auch Kritik an.

Allerdings hat er betont, dass das Format so gestaltet wurde, dass andere Pfarreien es nachahmen können, sogar ohne die gleichen materiellen Ressourcen. Die Absicht, so betont er, ist es, ein Modell anzubieten, das junge Menschen erreicht, die von der religiösen Praxis entfernt sind.

Der Verlust des sakramentalen Sinns

Wenn die Kirche fremde Sprachen übernimmt und den Kult in eine Inszenierung verwandelt, verliert sie das, was sie einzigartig macht. Die Jugendlichen suchen Wahrheit, Sinn und ein Angebot, das sie fordert und verändert. Alles andere entfernt sie nicht näher, sondern trägt dazu bei, den Inhalt des Glaubens zu entleeren und die Botschaft des Evangeliums zu verwirren.

Jüngste Fälle, wie der Protest junger Argentinier nach dem Techno-Spektakel auf dem Plaza de Mayo, haben klar gemacht, dass die Jugendlichen keine Anpassung an die Welt fordern, sondern Lehre, Klarheit und Treue zur Identität der Kirche.

Hilf Infovaticana, weiter zu informieren