Der Kardinal Simoni nach seinem Treffen mit dem Papst: «Proklamieren wir den Frieden des Himmels»

Der Kardinal Simoni nach seinem Treffen mit dem Papst: «Proklamieren wir den Frieden des Himmels»

Der albanische Kardinal Ernest Simoni, Symbol der kommunistischen Verfolgung der Kirche, wurde vom Papst Leo XIV. im Vatikan empfangen, in einem Treffen, das vom Zeugnis des Glaubens, der Erinnerung an die Märtyrer und einem Aufruf zum Frieden für alle Völker geprägt war.

Ein Treffen voller Glaube und Hoffnung

Wie Vatican News berichtete, wurde der 97-jährige Kardinal Ernest Simoni am 27. April vom Papst Leo XIV. in der Sala dei Papi im Vatikan empfangen, begleitet von etwa vierzig Familienmitgliedern.

Nach der Audienz beschrieb der Purpurat die Atmosphäre als „ganz Freude, ganz Hoffnung“ und betonte die Emotion, den Heiligen Vater zu betrachten, den er als Spiegel des Antlitzes Christi identifizierte. In seinen Worten hatte das Treffen das Ziel, „allen Menschen die Botschaft vom Himmel, vom Frieden, von der Brüderlichkeit und von der Liebe für alle Völker der Welt zu verkünden“.

Ein Zeuge der kommunistischen Verfolgung

Die Figur von Simoni ist eng mit dem Leiden der Kirche unter dem kommunistischen Regime in Albanien verbunden. Priester des Erzbistums Shkodrë-Pult wurde er 1963 verhaftet, zunächst zum Tode verurteilt und anschließend unter extremen Bedingungen zu Zwangsarbeit gezwungen.

Über Jahre hinweg übte er sein Ministerium heimlich aus, bis zum Fall des Regimes. Sein Zeugnis prägte die universale Kirche tiefgreifend, insbesondere nach dem Treffen mit Papst Franziskus während dessen Reise nach Albanien im Jahr 2014, wo der Pontifex ihn als „lebenden Märtyrer“ bezeichnete.

Im Jahr 2016 schuf Franziskus ihn zum Kardinal und erkannte öffentlich den Wert seiner Treue inmitten der Verfolgung an.

„Eine besondere Gnade“ des Heiligen Geistes

In seinem Treffen mit Leo XIV. interpretierte Simoni die Audienz als geistliches Geschenk. Er bekräftigte, dass es sich um „eine besondere Gnade“ handelte, die vom Heiligen Geist gewährt wurde und ihm erlaubte, sich dem Papst in der Verkündigung des Friedens „der vom Himmel kommt“ anzuschließen, verbunden mit der Freude der Auferstehung.

Der Kardinal insistierte darauf, dass der Glaube an Christus und sein Opfer die Grundlage der Hoffnung auf das ewige Leben ist, und erinnerte daran, dass Jesus „das ewige Glück“ für alle Menschen vorbereitet hat.

Die Erinnerung an die Märtyrer

Einer der bedeutendsten Momente des Treffens war die abschließende Geste des Purpurats, der dem Papst ein Kreuz und eine Reliquie der albanischen Märtyrer überreichte.

Mit diesem Geschenk wollte Simoni das Zeugnis jener ins Zentrum rücken, die während der kommunistischen Verfolgung ihr Leben für den Glauben gaben, und hob ihre Treue zu Christus und ihr Opfer für das albanische Volk hervor.

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