Die Opferabteilung des Defensor del Pueblo wurde mit einem Team aus sechzehn Experten eingerichtet, die für die Bewertung der Anträge und die Vorschläge zur Anerkennung und Entschädigung der Opfer sexueller Missbrauchsfälle im kirchlichen Bereich zuständig sind. Die Maßnahme ist Teil des Systems, das zwischen der Regierung, der katholischen Kirche und der Institution selbst vereinbart wurde und in den letzten Tagen in Betrieb genommen wurde.
Ein Team von Experten zur Bewertung jedes Falls
Wie der Defensor del Pueblo am 17. April mitteilte, setzt sich die Abteilung aus unabhängigen Fachleuten zusammen, die in Viktimologie, Psychologie, Kriminologie und verschiedenen Rechtsbereichen spezialisiert sind. Ihre Aufgabe wird darin bestehen, jeden Antrag individuell zu analysieren und einen Vorschlag zur Anerkennung des Opfersstatus und zu möglichen Entschädigungsmaßnahmen zu erarbeiten.
An der Spitze dieser Struktur steht Antonio Mora Lladó, unterstützt von einem multidisziplinären Team aus Juristen, forensischen Psychologen und Experten für Kriminalpolitik.
Entwicklung des Protokolls zwischen Regierung, Kirche und Defensor del Pueblo
Die Einrichtung dieser Abteilung erfolgt im Rahmen des Protokolls, das am 30. März zwischen der Regierung, der Spanischen Bischofskonferenz, der CONFER und dem Defensor del Pueblo unterzeichnet wurde und ein gemeinsames System zur Bearbeitung der Entschädigung für Opfer von Missbrauchsfällen im kirchlichen Bereich festlegt.
Das Abkommen konkretisiert die Verfahren und Fristen des Systems, das am 15. April in Betrieb genommen wurde, und sieht verschiedene Arten der Entschädigung vor: symbolisch, restorativ und wirtschaftlich, je nach erlittenem Schaden und den Umständen jedes Falls.
Ein System mit mehreren Bewertungsinstanzen
Das Modell umfasst verschiedene Ebenen der Intervention. Das Ministerium für Präsidialangelegenheiten, Justiz und Beziehungen zu den Cortes hat eine Bearbeitungsabteilung eingerichtet, die für den Empfang der Anträge und die Koordination der Kommunikation zwischen den Parteien zuständig ist.
Die Opferabteilung des Defensor del Pueblo wird die technische Bewertung jedes Falls durchführen. Anschließend werden die Spanische Bischofskonferenz und die CONFER ein Gutachten über die Beratungskommission PRIVA abgeben.
In Fällen ohne Einigung greift eine gemischte Kommission mit Vertretern der beteiligten Institutionen und Opferverbände ein, mit dem Ziel, eine Lösung zu erzielen.