Der Mord an Pater Román de la Cruz Hernández, der sich am 15. September in Huejutla, Hidalgo ereignete, hat die mexikanische Kirche inmitten der Feierlichkeiten zum Unabhängigkeitstag erschüttert. Seine Leiche wurde auf einer Straßenstrecke zwischen Tolago und Tetlapaya gefunden, mit Einschusswunden und einer einschüchternden Botschaft, die auf ihm platziert war. Neben der Leiche stand ein Toyota Tacoma mit Kennzeichen aus Baja California. Der Priester, gebürtig aus Mazahuacán, Lolotla, war seit 2024 Pfarrer der Gemeinde Santa Cruz in Huejutla und koordinierte die Kommission für die Prophetische Pastoral der Diözese. Seine pastorale Laufbahn hatte ihn zu einer vertrauten Figur in den indigenen und bäuerlichen Gemeinschaften der Region gemacht, was den tragischen Ausgang seines Lebens noch schmerzlicher macht.
Der Bischof von Huejutla, José Hiraís Acosta Beltrán, veröffentlichte am 16. September eine Erklärung, in der er Bestürzung und Trauer über das Verbrechen zum Ausdruck brachte und die Behörden aufforderte, eine gründliche Untersuchung durchzuführen und sicherzustellen, dass der Mord nicht ungesühnt bleibt. Die Botschaft betonte die Notwendigkeit, das Leben zu respektieren und sich wirklich für Gerechtigkeit in einem von Gewalt geprägten Land einzusetzen. Die Mexikanische Bischofskonferenz (CEM) äußerte sich ebenfalls und verurteilte den Mord, forderte eine zügige Untersuchung. Die Erklärung drückte Empörung und Solidarität mit der Diözese Huejutla aus und richtete Gebete für die Ruhe des Priesters und die Stärke seiner Gemeinde. Die Haltung der CEM spiegelt die Schwere des Falls und die Sorge über die zunehmende Unsicherheit wider, die pastorale Mitarbeiter in Mexiko betrifft.
Das Katholische Multimediale Zentrum (CCM) dokumentiert in seinem Jahresbericht 2025 mehr als dreißig Angriffe auf Priester während der Amtszeit von Claudia Sheinbaum, darunter Morde, Verschwindenlassen und Drohungen. Der Bericht weist auch auf Angriffe auf Kirchen und Laiengemeinschaften hin, mit Brandstiftungen, Plünderungen und Entweihungen in verschiedenen Diözesen des Landes. Das CCM warnt, dass die Amtszeit durch einen anhaltenden Anstieg der Gewalt gegen pastorale Mitarbeiter gekennzeichnet war, insbesondere in Regionen mit starker Präsenz des organisierten Verbrechens. Die Straflosigkeit und der Mangel an institutionellem Schutz haben die Kirche in eine vulnerable Lage gebracht und fordern öffentliche Politiken, die Sicherheit und Religionsfreiheit garantieren. Der Bericht kommt zu dem Schluss, dass die Gewalt gegen Priester und religiöse Gemeinschaften ein systematisches Muster darstellt, das dringend die Aufmerksamkeit des mexikanischen Staates erfordert.
Der Fall von Pater Román de la Cruz reiht sich in diesen alarmierenden Trend ein. Sein Mord, begleitet von einer Botschaft, offenbart die Absicht krimineller Gruppen, Angst zu säen in den Gemeinschaften und die religiösen Institutionen offen herauszufordern. Die sofortige Reaktion der Diözese Huejutla und der Mexikanischen Bischofskonferenz zeigt die Schwere des Vorfalls und die Forderung nach Gerechtigkeit. Die vom Katholischen Multimedialen Zentrum dokumentierten Erfahrungen deuten jedoch darauf hin, dass viele dieser Verbrechen ungelöst bleiben, was die Wahrnehmung von Straflosigkeit nährt und das Vertrauen in die Behörden untergräbt. Die mexikanische Kirche steht somit vor einer doppelten Herausforderung: ihre Gemeinschaften inmitten der Gewalt zu begleiten und vom Staat wirksame Garantien für Sicherheit und Gerechtigkeit zu fordern.
Der Tod von Pater Román de la Cruz ist eine schmerzhafte Erinnerung an die Vulnerabilität derjenigen, die den pastoralen Dienst in von organisiertem Verbrechen geprägten Regionen ausüben. Er ist auch ein Aufruf an die Gesellschaft und die Behörden, anzuerkennen, dass die Gewalt gegen Priester, Laien und Kirchen kein Randproblem ist, sondern ein Symptom der Sicherheitskrise, die das Land durchlebt. Der Jahresbericht 2025 des Katholischen Multimedialen Zentrums bietet einen deutlichen Überblick: Die Gewalt gegen die Kirche hat sich in den letzten Jahren vervielfacht und während der Amtszeit von Claudia Sheinbaum alarmierende Ausmaße erreicht. Der Mord an Pater Román wird so zu einem Symbol dieser Realität und zu einer Forderung nach Gerechtigkeit, die nicht ignoriert werden kann.