So schlossen wir im vergangenen Jahr unsere Beiträge über die Ordensleute ab:
Wir wiederholen die abschließenden Überlegungen des Vorjahres, die uns auch heute noch völlig gültig erscheinen. Wir ergänzen sie lediglich um den Prozentsatz des Rückgangs von Orden und Kongregationen zum 1. Januar 2024. Diese Zahlen sind heute, anderthalb Jahre später, offensichtlich höher.
Wir schließen diese Arbeit über die Ordensleute mit sehr negativen Eindrücken hinsichtlich des Überlebens des Ordenslebens in der Kirche ab, das in vielen Fällen im Sterben liegt.
Wir weisen darauf hin, dass die auf das Jahr 1973 bezogenen Rückgangsprozentsätze in Wirklichkeit höher sind, da zu diesem Zeitpunkt die Abwanderung bereits begonnen hatte. Auch unterscheidet sich die Lage der Institute, die noch zahlreiche Mitglieder haben, von jenen, denen bereits sehr wenige geblieben sind. Mehr Lebenszeit haben jene, die noch mehrere Tausend sind, als jene, die nur noch wenige Hundert zählen.
Sehr gravierend ist der ständige Anstieg des Durchschnittsalters. Da dieses bereits sehr hoch ist und von Jahr zu Jahr weiter steigt, werden sich in den kommenden Jahren die Todesfälle vervielfachen.
Besonders gravierend ist die Situation jener Institute, die die Hälfte oder mehr ihrer Mitglieder verloren haben. Unter ihnen befinden sich einige von enormer Bedeutung in der Kirche: Jesuiten, Franziskaner, Kartäuser, Redemptoristen…
In einer äußerst ernsten, bereits terminalen Lage befinden sich die Maryknoll-Missionare, die 84 % verloren haben, die Kleriker von St. Viator mit 81 %, die Hieronymiten mit 80 %, die Brüder von La Salle und die Marianisten mit 79 %, die Trappisten und die Maristenpatres mit 77 %,
In sehr schlechter Lage: Unbeschuhte Mercedarier 72 %, Sulpizianer und Maristen 69 %, Weiße Väter 68 %, Brüder vom Heiligsten Herzen 65 %, Brüder des hl. Johannes von Gott 62 %, Jesuiten 61 % sowie Menesianer und Montfortaner 60 %. Offensichtlich kaschiert die noch hohe Zahl der Jesuiten diesen gravierenden Rückgang.
Auch mehr als die Hälfte ihrer Mitglieder verloren haben: Passionisten 58 %, Serviten 57 %, Franziskaner 56 %, Kartäuser und Oblaten der Unbefleckten Jungfrau Maria 55 %, Missionare vom Heiligsten Herzen 52 %, die Dritte Orden des hl. Franziskus, Redemptoristen und Lazaristen 52 %, Augustiner von der Himmelfahrt 51 % sowie Mercedarier und die Gesellschaft vom hl. Paulus 50 %.
Zwischen 40 und 49 % liegen: Minim 49 %, Spiritaner 48 %, Piaristen, Augustiner, Benediktiner und Dominikaner 47 %, Pavonianer und Augustiner-Rekollekten 41 % sowie Salesianer und Sakramentiner 40 %.
In besserer Lage, um die Abwärtsspirale umzukehren – auch wenn die meisten keine Anstalten dazu machen –, befinden sich: Legionäre Christi 39 %, Kapuziner, Kamaldulenser von Monte Corona und Amigonianer 38 %, Reparatoren (Dehonianer) 36 %, Karmeliten vom alten Observanz 34 %, Söhne der Heiligen Familie 32 %, Trinitarier 29 %, Claretiner 27 % und Missionare der Heiligen Herzen (Mallorca) 20 %.