Erste Lesung
Lesung aus dem Brief des heiligen Apostels Paulus an die Epheser
Epheser 4, 7. 11-16
Brüder! Jeder von uns hat die Gnade empfangen in dem Maß, wie Christus sie ihm gegeben hat. Er hat einige als Apostel eingesetzt, andere als Propheten, andere als Evangelisten, andere als Hirten und Lehrer. So soll er die Heiligen für die Ausübung ihres Dienstes bereitmachen, für den Aufbau des Leibes Christi, bis wir alle zur Einheit im Glauben und in der Erkenntnis des Sohnes Gottes gelangen und zum vollkommenen Menschen heranreifen, zur vollen Größe Christi.
Dann werden wir nicht mehr unmündig sein und uns von jeder Lehrmeinung wie von Wogen hin und her treiben und von jedem Windhauch einer Lehre umherjagen lassen, der von betrügerischen Menschen kommt und auf Irrtum ausgeht. Wir wollen uns aber in Liebe an die Wahrheit halten und in allem wachsen, bis wir mit ihm, der das Haupt ist, Christus, verbunden sind. Von ihm aus wird der ganze Leib zusammengefügt und zusammengehalten durch jedes Gelenk, das seinen Dienst tut, entsprechend der Kraft, die jedem einzelnen Teil zugemessen ist. So wächst der Leib und baut sich auf in Liebe.
Evangelium
Lesung aus dem heiligen Evangelium nach Lukas
Lukas 13, 1-9
In jener Zeit kamen einige Leute zu Jesus und berichteten ihm von den Galiläern, deren Blut Pilatus mit dem ihrer Opfer vermischt hatte. Da sagte er zu ihnen: „Meint ihr, dass diese Galiläer größere Sünder waren als alle anderen Galiläer, weil ihnen das widerfahren ist? Nein, sage ich euch; wenn ihr euch nicht bekehrt, werdet ihr alle genauso umkommen. Oder jene achtzehn Menschen, auf die der Turm von Siloah stürzte und sie erschlug – meint ihr, dass sie größere Schuld auf sich geladen hatten als alle anderen Einwohner Jerusalems? Nein, sage ich euch; wenn ihr euch nicht bekehrt, werdet ihr alle genauso umkommen.“
Und er erzählte ihnen dieses Gleichnis: „Ein Mann hatte einen Feigenbaum, der in seinem Weinberg stand. Und er kam und suchte Frucht daran und fand keine. Da sagte er zu seinem Weingärtner: ‚Schau, schon drei Jahre komme ich und suche Frucht an diesem Feigenbaum und finde keine. Hau ihn um! Was soll er noch länger den Boden aussaugen?‘ Der Weingärtner aber antwortete ihm: ‚Herr, lass ihn noch dieses Jahr stehen; ich will die Erde um ihn herum auflockern und ihn düngen. Vielleicht trägt er dann Früchte; wenn nicht, kannst du ihn nächstes Jahr umhauen.‘“