Das Erdbeben in Venezuela lässt mindestens 25 Kirchen in der Erzdiözese Caracas beschädigt zurück

Das Erdbeben in Venezuela lässt mindestens 25 Kirchen in der Erzdiözese Caracas beschädigt zurück
Foto: NYT

Mindestens 25 der mehr als hundert Kirchen der Erzdiözese Caracas wurden durch die Erdbeben beschädigt, die Venezuela am vergangenen 24. Juni erschütterten. Als vorbeugende Maßnahme hat die Mehrheit dieser Kirchen die Feier der Messe ins Freie verlegt, während der Zustand der Bauwerke geprüft wird.

Dies erklärte der Generalvikar der Erzdiözese, Pater Neptalí Balza, in einem Interview mit Unión Radio. Wie Aciprensa berichtet, fordert die Katastrophe bisher 4.118 Todesopfer sowie Zehntausende Verletzte und Obdachlose; zudem entstanden erhebliche Schäden an Wohnhäusern, öffentlichen Gebäuden und Kirchen.

Die Sicherheit der Gläubigen hat oberste Priorität

Der Priester erläuterte, dass die Entscheidung, die Gottesdienste in vielen Kirchen auszusetzen, ausschließlich aus Sicherheitsgründen getroffen wurde.

„Die meisten feiern die Messe nicht mehr in den Kirchen, sondern im Freien – aus Sicherheitsgründen. Das Wichtigste, neben dem Kirchengebäude, sind die Gläubigen. Wir dürfen das Leben der Menschen nicht unnötig gefährden“, betonte er.

Besonders schwere Schäden an mehreren historischen Kirchen

Zu den am stärksten betroffenen Gebäuden zählt die Kirche San José de Ñaraulí im Caracaser Stadtteil Cotiza, bei der ein ganzes Kirchenschiff vollständig einstürzte.

Schwere strukturelle Probleme weisen auch die Kirche Nuestra Señora del Perpetuo Socorro in Pagüita und die angeschlossene Pfarrschule auf. Hinzu kommen die Kirche Nuestra Señora de la Merced und die Kathedrale von Caracas, die ebenfalls unterschiedlich stark beschädigt sind.

Die Erzdiözese bereitet die Wiederherstellung der Kirchen vor

Balza erklärte, dass die meisten betroffenen Kirchen bereits von Fachleuten begutachtet wurden. Die ersten Berichte zeigen, dass acht bis zehn Gebäude besonders schwerwiegende strukturelle Schäden aufweisen.

Die Erzdiözese arbeitet bereits an Restaurierungsprojekten. Der Generalvikar erinnerte daran, dass mehrere dieser Kirchen als nationale Denkmäler geschützt sind und zum venezolanischen Kulturerbe gehören; daher sei es vorrangig, sowohl die Gebäude als auch ihren kulturellen und religiösen Wert zu bewahren.

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