Die Unsicherheit in Nicaragua über Bischof Abelardo Mata wächst, während das Ortega-Regime bestreitet, dass er unter Arrest steht

Die Unsicherheit in Nicaragua über Bischof Abelardo Mata wächst, während das Ortega-Regime bestreitet, dass er unter Arrest steht

Die Situation von Monsignore Abelardo Mata, emeritierter Bischof von Estelí, kann weiterhin nicht unabhängig überprüft werden, mehrere Tage nach seiner Festnahme durch die nicaraguanischen Behörden. Während die Regierung von Daniel Ortega behauptet, der Prälat befinde sich in Freiheit und in gutem Gesundheitszustand, halten unabhängige Medien und kirchennahe Organisationen daran fest, dass er unter Hausarrest und unter strenger polizeilicher Überwachung stehe.

In einer Mitteilung versicherte das Innenministerium, der Bischof sei lediglich im Rahmen einer Untersuchung wegen mutmaßlicher Korruptionsdelikte befragt worden und nach seiner Aussage „in einwandfreiem Gesundheitszustand“ und nach „respektvoller“ Behandlung in seine Wohnung zurückgekehrt.

Bislang sind jedoch weder aktuelle Bilder noch ein öffentliches Auftreten von Monsignore Mata bekannt geworden, das die offizielle Darstellung bestätigen könnte.

Keine unabhängigen Belege für seine Lage

Nicaraguanische Exilmedien wie Confidencial, Despacho 505 und 100% Noticias stimmen darin überein, dass kein direkter Kontakt zum Prälaten hergestellt und nicht verifiziert werden konnte, ob er sich frei bewegen kann.

Die verschiedenen Berichte deuten darauf hin, dass der 80-jährige Bischof in seiner Residenz in Tisma unter ständiger polizeilicher Überwachung steht, obwohl keine unabhängige Quelle diesen Umstand offiziell bestätigen konnte.

Der Mangel an Informationen hat die Sorge innerhalb und außerhalb Nicaraguas um den Gesundheitszustand des Bischofs verstärkt, der wegen seines implantierten Herzschrittmachers regelmäßige Kontrollen benötigt.

Ein weiteres Kapitel der Verfolgung der Kirche

Die Lage von Monsignore Mata steht im Zusammenhang mit der Verfolgung, die das sandinistische Regime seit Jahren gegen die katholische Kirche aufrechterhält.

Seit den Protesten von 2018 wurden zahlreiche Bischöfe, Priester und Ordensleute festgenommen, ausgewiesen oder ins Exil gezwungen, während Hunderte von Prozessionen verboten und verschiedene katholische Einrichtungen geschlossen wurden.

Monsignore Abelardo Mata war jahrzehntelang eine der schärfsten kritischen Stimmen gegenüber der Regierung Daniel Ortegas und prangerte wiederholt die Verletzungen der Grundrechte und die autoritäre Entwicklung des Landes an.

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