Gotti Tedeschi greift das Dogma der „notwendigen“ Einwanderung an

Gotti Tedeschi greift das Dogma der „notwendigen“ Einwanderung an

 

Ettore Gotti Tedeschi vertritt in La Verità die Auffassung, dass die These der Einwanderung als „notwendiges“ Phänomen zu einem politischen, wirtschaftlichen und religiösen Dogma geworden sei, das kaum noch hinterfragt werden könne. In einem am 4. Juli 2026 veröffentlichten Artikel prangert der Ökonom an, dass diese Erzählung über Jahrzehnte von internationalen Organisationen und kirchlichen Kreisen gefördert worden sei, die seiner Ansicht nach das kluge Urteil durch eine Art unterschiedslose moralische Verpflichtung ersetzt hätten.

Der Autor lehnt es ab, die massenhafte Zuwanderung als automatische Lösung für den demografischen Winter Europas darzustellen. Laut Gotti Tedeschi stützt sich das wirtschaftliche Argument – „wir brauchen Einwanderer, um die Renten zu finanzieren“ – auf fragwürdige Zahlen: Viele Einwanderer hätten prekäre Jobs, niedrige Löhne und begrenzte Steuerbeiträge, während das eigentliche Problem der Geburtenrückgang und die Weigerung Europas sei, die eigenen Familien zu unterstützen.

Der Artikel kritisiert auch die religiöse Wendung des Migrationsdiskurses. Gotti Tedeschi wirft bestimmten katholischen Milieus vor, die Aufnahme in eine nahezu absolute Kategorie verwandelt zu haben und dabei die Unterscheidung zwischen Nächstenliebe, politischer Klugheit, Gemeinwohl und tatsächlicher Integrationsfähigkeit zu vernachlässigen. Er verweist in entgegengesetzter Richtung auf Kardinal Robert Sarah und Kardinal Giacomo Biffi, die sich für eine selektive und mit der kulturellen und religiösen Identität der Nationen vereinbare Aufnahme aussprechen.gottipm

Die Kernthese ist eindeutig: Für Gotti Tedeschi entspricht der Mythos der „notwendigen“ Migranten nicht nur humanitären oder wirtschaftlichen Gründen, sondern einem umfassenderen Projekt der kulturellen und religiösen Umgestaltung des Westens, in dem die Einwanderung als Instrument des Synkretismus und der Schwächung des historischen europäischen Christentums präsentiert wird.

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