Die Verantwortlichen für die Organisation des Besuchs von Leo XIV. in Spanien zogen am Dienstag Bilanz über die apostolische Reise des Papstes. Sie hoben insbesondere die Zusammenarbeit der öffentlichen Verwaltungen hervor und legten eine Kostenschätzung vor, die den Gesamtaufwand auf rund 26 Millionen Euro beziffert. Die Pressekonferenz wurde von Fernando Giménez Barriocanal und Yago de la Cierva, den beiden nationalen Koordinatoren, die mit der Leitung der Organisation einer Reise betraut waren, die eine Woche lang Diözesen, öffentliche Einrichtungen, private Förderer und Tausende von Freiwilligen mobilisierte, geleitet.
Zusammen mit dem Präsidenten der Spanischen Bischofskonferenz, Msgr. Luis Argüello, bewerteten beide Verantwortlichen eine Reise, die den Papst zwischen dem 6. und 12. Juni nach Madrid, Barcelona, San Feliu de Llobregat, auf die Kanarischen Inseln und nach San Cristóbal de La Laguna führte.
Lob für die institutionelle Zusammenarbeit
Während der Pressekonferenz hob Yago de la Cierva die Beteiligung der öffentlichen Verwaltungen an der Organisation der Reise besonders hervor.
Der nationale Koordinator dankte insbesondere den Ministerien für Präsidentschaft, Inneres, Verteidigung und Auswärtige Angelegenheiten sowie den verschiedenen regionalen und kommunalen Verwaltungen, die an den Veranstaltungen während des Besuchs mitgewirkt hatten.
„Die päpstliche Entourage war von der Organisation beeindruckt und es war eine Freude, mit den Behörden zusammenzuarbeiten. Das Klima der Zusammenarbeit war sehr gut und großzügig“
Eine Rechnung von 26 Millionen Euro
Fernando Giménez Barriocanal präsentierte seinerseits die ersten wirtschaftlichen Daten der Reise. Bis zum endgültigen Abschluss der Abrechnungen belaufen sich die Gesamtkosten des Besuchs auf rund 26 Millionen Euro. Eine Summe, die der Schätzung nahekommt, die Cobo Anfang März vorgenommen hatte.
Wie er erläuterte, werden 45 % der Kosten von privaten Förderern getragen; 30 % stammen von kirchlichen Einrichtungen aus Mitteln der Gläubigen; 20 % werden von den öffentlichen Verwaltungen übernommen; und die restlichen 5 % fließen über Kollekten ein.
Barriocanal und De la Cierva dankten insbesondere den Förderern, die finanziell zur Organisation der Reise beigetragen haben. Viele von ihnen hätten ohne öffentliche Aufmerksamkeit oder Gegenleistung mitgewirkt, so die Verantwortlichen.
In diesem Zusammenhang erinnerte De la Cierva an die Worte, die Leo XIV. bei einem Treffen mit den Förderern aussprach: „Vielen Dank, denn ihr habt es möglich gemacht, dass mein Wort viele Menschen erreicht“.
Die Herausforderung nach dem Besuch
Während seines Beitrags ging Msgr. Luis Argüello auf die pastoralen Folgen der Reise ein. Der Präsident der Bischofskonferenz stellte fest, dass der Besuch es ermöglicht habe, „die Evangelisierung der Kirche in Aktion“ durch die Verkündigung des Wortes, die Feier der Liturgie und die Ausübung der Nächstenliebe zu betrachten.
Argüello betonte zudem, dass die eigentliche Herausforderung jetzt beginne. Er erinnerte daran, dass eine der letzten Ermahnungen des Papstes vor seiner Abreise aus Spanien lautete: „Jetzt seid ihr an der Reihe“.
Die Aufgabe der spanischen Kirche bestehe darin, die durch den Besuch geweckte Begeisterung in christliches Engagement, kirchliches Leben und evangelisierendes Handeln umzuwandeln, so Argüello.
Mehr als 5.800 akkreditierte Journalisten
Die Organisatoren hoben auch die mediale Reichweite der apostolischen Reise hervor. Mehr als 5.800 Journalisten wurden akkreditiert, um über die verschiedenen Veranstaltungen während der Woche zu berichten – eine der umfangreichsten Berichterstattungen über ein kirchliches Ereignis in Spanien in den letzten Jahren.
Msgr. Argüello dankte ausdrücklich den Kommunikationsfachleuten für die internationale Verbreitung des Papstbesuchs, während De la Cierva die Arbeit von RTVE, Telemadrid, 3Cat und Radio Televisión Canaria für die Verbreitung des institutionellen Signals der Veranstaltungen anerkannte.
Der nationale Koordinator richtete zudem Dankesworte an König Felipe VI. für die Überlassung der Falcon-Maschine, die Leo XIV. am Ende seiner Reise nach Rom zurückbrachte.
Jenseits der Organisation und der Zahlen
Die Pressekonferenz diente dem Abschluss des organisatorischen Kapitels einer Reise, die erhebliche personelle, wirtschaftliche und institutionelle Ressourcen mobilisiert hatte. Für die spanische Kirche jedoch lässt sich der wahre Ertrag dieser Tage kaum an der Zahl der Teilnehmer, den Fernseheinschaltquoten oder den Kosten der Reise messen.
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Während seiner Reise durch Spanien betonte Leo XIV. wiederholt Themen, die in seinen Ansprachen immer wieder auftauchten: die Notwendigkeit, zu Christus zurückzukehren, die zentrale Bedeutung des Kreuzes, das evangelisierende Engagement der Laien, die Weitergabe des Glaubens und die Herausforderung, auf die großen Fragen des heutigen Menschen zu antworten.
Nachdem die Bühnen abgebaut und die Abrechnungen noch nicht endgültig abgeschlossen sind, beginnt nun eine weniger sichtbare, aber wahrscheinlich entscheidendere Phase: zu prüfen, ob der durch den Besuch ausgelöste Impuls in ein erneuertes kirchliches Leben übersetzt wird oder ob er auf die Erinnerung an eine Woche mit Massenveranstaltungen, institutionellen Begegnungen und intensiver medialer Aufmerksamkeit beschränkt bleibt.