Der apostolische Besuch von Leo XIV. in Spanien endete diesen Freitag mit einem unerwarteten Zwischenfall am Flughafen Teneriffa Nord. Eine technische Störung, die im Flugzeug entdeckt wurde, das den Papst nach Rom bringen sollte, zwang dazu, den Abflug zu verschieben, als die Maschine bereits zum Start bereitstand.
Der Vorfall ereignete sich wenige Minuten nach der offiziellen Abschiedszeremonie, die sieben Tage intensiver pastoraler Aktivitäten des Papstes in Madrid, Barcelona, Gran Canaria und Teneriffa beendete.
Offizieller Abschied und Boarding des Papstes
Bevor er zum Flugzeug ging, traf Leo XIV. etwa 25 Minuten lang mit König Felipe VI. im VIP-Bereich des Flughafens Los Rodeos zusammen. Anschließend nahm er an einer kurzen Abschiedszeremonie mit Vertretern der Regierung, der Streitkräfte, der Apostolischen Nuntiatur und der lokalen Behörden teil.
Nachdem er die Anwesenden persönlich begrüßt hatte, stieg der Papst in die Iberia-Maschine, die ihn zusammen mit der vatikanischen Delegation, die ihn während der gesamten Reise begleitet hatte, zurück nach Rom bringen sollte.
Der Kapitän meldet eine technische Störung
Als der Abflug unmittelbar bevorzustehen schien, teilte der Kapitän der Maschine ein technisches Problem mit, das die Operation zum Stillstand brachte.
Wie er den Passagieren erklärte, ging das Wartungsteam davon aus, dass die Störung mit den Windverhältnissen beim Starten eines der Triebwerke zusammenhängen könnte. Aus diesem Grund wurde zunächst erwogen, das Flugzeug zu schleppen und seine Ausrichtung zu ändern, um einen neuen Startversuch zu unternehmen.
„Es tut mir sehr leid wegen der Situation. Unser Wartungsteam schlägt vor, das Flugzeug zu schleppen und zu wenden, weil das Problem am Triebwerk wahrscheinlich durch den Rückenwind verursacht wurde“, teilte der Kapitän mit, wie El País berichtete.
Die Überprüfungsarbeiten zogen sich jedoch länger als erwartet hin, und die Techniker kamen zu dem Schluss, dass ein sofortiger Abflug nicht garantiert werden konnte.
Felipe VI. begleitete den Papst beim Aussteigen
Angesichts der Unmöglichkeit, die Störung schnell zu beheben, wurde beschlossen, die Passagiere aussteigen zu lassen.
Daraufhin kehrte König Felipe VI. in das Flugzeug zurück und begleitete Leo XIV. persönlich beim Verlassen der Maschine, während die technischen Inspektionen fortgesetzt wurden.
Auch mehrere Mitglieder der vatikanischen Delegation, darunter Außenminister Kardinal Pietro Parolin und der spanische Kardinal Ángel Fernández Artime, verließen das Flugzeug.
Leo XIV. kehrt in einer Falcon nach Rom zurück
Da ein sofortiger Abflug der Iberia-Maschine, mit der der Papst reisen sollte, nicht gewährleistet werden konnte, entschied man sich schließlich für eine alternative Lösung, um seine Rückkehr in den Vatikan zu ermöglichen.
Den neuesten Informationen zufolge wird Leo XIV. mit einer Falcon-Maschine nach Rom fliegen, die ihm von König Felipe VI. zur Verfügung gestellt wurde. Diese Entscheidung ermöglicht es dem Papst, die Rückreise anzutreten, ohne auf die vollständige Reparatur der ursprünglich für den Flug vorgesehenen Maschine warten zu müssen.
Diese Maßnahme wird den spanischen Monarchen auch dazu zwingen, seine eigene Rückkehr nach Madrid neu zu organisieren, da er ein anderes Flugzeug nutzen muss, um in die Hauptstadt zurückzukehren, nachdem er die Falcon dem Heiligen Vater überlassen hat.
Damit endet die apostolische Reise von Leo XIV. mit einem ungewöhnlichen Bild: Der Papst verlässt das Papstflugzeug wegen einer technischen Störung und kehrt schließlich dank der vom spanischen Staatsoberhaupt zur Verfügung gestellten Maschine nach Rom zurück.