Zapatero wird während des Besuchs von Leo XIV. nicht im Kongress erscheinen

Zapatero wird während des Besuchs von Leo XIV. nicht im Kongress erscheinen

Die historische Visita, die Leo XIV am kommenden 8. Juni im Abgeordnetenhaus abhalten wird, wird von einer besonders bedeutsamen Abwesenheit begleitet. Der ehemalige Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero hat die Einladung des Unterhauses abgelehnt und wird der Rede, die der Papst vor den Staatsinstitutionen halten wird, nicht beiwohnen.

Quellen aus dem Umfeld Zapateros bestätigen, dass sich der ehemalige sozialistische Spitzenpolitiker auf die Vorbereitung seiner nächsten Aussage vor der Audiencia Nacional konzentriert, die für den 17. und 18. Juni im Rahmen der Ermittlungen im sogenannten Plus-Ultra-Fall angesetzt ist.

Auch Felipe González wird nicht erscheinen

Zapatero wird nicht der einzige abwesende Ex-Ministerpräsident sein.

Laut Quellen aus dem Präsidium des Abgeordnetenhauses hat auch Felipe González die Einladung zur Teilnahme an der Veranstaltung offiziell abgelehnt, sodass keiner der beiden sozialistischen Ex-Ministerpräsidenten an der institutionellen Begrüßung von Leo XIV teilnehmen wird.

Im Gegensatz dazu hat Mariano Rajoy seine Anwesenheit im Plenarsaal bereits bestätigt. Zu José María Aznar liegt bislang keine offizielle Antwort vor.

Ein Besuch, der von politischer Vereinnahmung geprägt ist

Die zeitliche Überschneidung zwischen dem Papstbesuch und der spanischen politischen Lage ist in den letzten Wochen nicht unbemerkt geblieben. Der Erzbischof von Madrid, Kardinal José Cobo, verteidigte kürzlich, dass Leo XIV „nicht kommt, um Politik zu machen“, und forderte, den Besuch aus einer breiteren Perspektive als der parteipolitischen Aktualität zu betrachten.

Dennoch haben wir in nur wenigen Tagen eine echte institutionelle und mediale Operation erlebt, um die apostolische Reise des Papstes in ein großes Staatsereignis zu verwandeln, das sorgfältig von der politischen Macht verwaltet wird. Mehr als achtzig Koordinierungstreffen, die offizielle Erklärung des Besuchs als Ereignis von „außergewöhnlichem öffentlichem Interesse“, der größte Polizeieinsatz der demokratischen Ära, ständige öffentliche Auftritte, die Vereinnahmung päpstlicher Aussagen und eine institutionelle Mobilisierung, die eher an einen internationalen Gipfel als an eine spirituelle Pilgerreise erinnert.

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