Die Aufrufe von Msgr. Antonio Suetta, die in Europa lebenden Muslime zu evangelisieren, lösen weiterhin positive Reaktionen bei denen aus, die diese Realität am besten kennen: den Konvertiten vom Islam zum Katholizismus. Ein internationales Netzwerk ehemaliger Muslime hat öffentlich seine Unterstützung für den jüngsten Hirtenbrief des Bischofs von Ventimiglia-San Remo zum Ausdruck gebracht und betont, dass die Verkündigung Christi an Muslime keine Respektlosigkeit, sondern ein echtes Werk der Nächstenliebe sei.
Msgr. Suetta veröffentlichte einen Hirtenbrief, in dem er die Katholiken ermutigte, ihren Glauben nicht zu verbergen und die Verantwortung zu übernehmen, das Evangelium den muslimischen Einwanderern in Europa zu verkünden. Nun hat, wie das National Catholic Register berichtet, das Netzwerk San Nicolás Tavelić (TavNet), das hauptsächlich aus Konvertiten vom Islam besteht, die Worte des italienischen Prälaten mit Begeisterung aufgenommen.
„Die Mission steht vor unserer Haustür“
Numair R., Verantwortlicher von TavNet im Vereinigten Königreich, ist der Ansicht, dass viele Katholiken weiterhin glauben, die Evangelisierung von Muslimen sei eine Aufgabe, die ausschließlich Missionaren in islamischen Ländern vorbehalten sei. Die gegenwärtige Realität sei jedoch eine ganz andere.
„Die Mission ist hier, direkt vor unserer Haustür“, erklärte er und wies darauf hin, dass die wachsende Präsenz muslimischer Gemeinschaften in Europa eine beispiellose Gelegenheit zur Verkündigung des Evangeliums biete.
Der Vertreter von TavNet würdigte insbesondere die Betonung von Msgr. Suetta, Respekt gegenüber den Personen mit Klarheit in der Darstellung des katholischen Glaubens zu verbinden. Wie er erläuterte, helfe es niemandem, den eigenen Glauben aus Angst vor Beleidigung bewusst zu verbergen, und beraube viele Menschen der Möglichkeit, die Wahrheit des Christentums kennenzulernen.
Die Bedeutung einer sichtbaren christlichen Identität
Einer der Punkte, der unter den Konvertiten am meisten Zustimmung gefunden hat, ist die Aussage, dass eine starke und erkennbare christliche Identität für jede evangelisierende Tätigkeit unerlässlich sei.
Numair erklärte, dass viele Muslime nach dem Westen kommen, überzeugt davon, dass moralischer Verfall, Relativismus und Werteverlust direkte Folgen des Christentums seien. Erst wenn sie Katholiken begegnen, die ihren Glauben kohärent leben, erkennen sie, dass die zeitgenössische Säkularisierung gerade eine Abkehr von den christlichen Wurzeln darstellt.
Der Verantwortliche von TavNet selbst versicherte, dass diese Erkenntnis eine wichtige Rolle auf seinem persönlichen Weg zur katholischen Kirche gespielt habe.
Die Konvertiten fordern Klarheit und Bildung
Auch Joseph L., Verantwortlicher der Organisation in Frankreich, äußerte sich und betonte, dass die Erfahrung der Begleitung ehemaliger Muslime die Notwendigkeit einer soliden doktrinalen Bildung und eines authentischen sakramentalen Lebens zeige.
Wie er erklärte, brauchen diejenigen, die den Islam verlassen, um den katholischen Glauben anzunehmen, weit mehr als zweideutige Reden oder symbolische Gesten. Sie brauchen eine gründliche Katechese, geistliche Begleitung und eine katholische Gemeinschaft, die sie aufnehmen und stützen kann.
In diesem Sinne stimmte er voll und ganz mit Msgr. Suetta darin überein, dass die Evangelisierung stets unter Achtung der Freiheit der Person erfolgen müsse, ohne jedoch in Schweigen oder den Verzicht auf die ausdrückliche Verkündigung Jesu Christi zu verfallen.
Eine Unterstützung, die sie sich von anderen Bischöfen wünschen
Die Mitglieder von TavNet sind der Ansicht, dass die vom italienischen Bischof angestoßene Initiative als Beispiel für andere europäische Diözesen dienen könnte, die vor ähnlichen Herausforderungen stehen.
Für die Konvertiten darf das Wachstum der muslimischen Gemeinschaften in Europa nicht nur als soziales oder politisches Phänomen betrachtet werden, sondern auch als eine providenzielle Gelegenheit für die Katholiken, sich ihrer missionarischen Berufung bewusst zu werden und ohne Komplexe den Glauben an Jesus Christus zu verkünden.