Der armenische Katholikos Aram I schlug Leo XIV vor, ein „Drittes Vatikanisches Konzil“ einzuberufen

Der armenische Katholikos Aram I schlug Leo XIV vor, ein „Drittes Vatikanisches Konzil“ einzuberufen

Der armenische Katholikos Aram I hat veröffentlicht den Inhalt des privaten Treffens, das er am vergangenen Montag mit Papst Leo XIV. im Vatikan führte, und enthüllte, dass er während des Gesprächs Fragen von enormer Tragweite für die Zukunft des Christentums ansprach, darunter die Einberufung eines „Dritten Vatikanischen Konzils“.

Die Information wurde offiziell von der Armenischen Apostolischen Kirche von Kilikien nach der Audienz am 18. Mai verbreitet. Laut der Mitteilung legte Aram I dem Papst drei Themen vor, die er für „dringend“ für das Leben der Universalkirche hält: die Festlegung eines gemeinsamen Datums für Ostern, die Schaffung eines Gedenktags für alle christlichen Märtyrer und die Feier eines neuen allgemeinen Konzils.

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Der Verweis auf ein „Drittes Vatikanum“

Der auffälligste Aspekt der von dem armenischen Katholikos veröffentlichten Mitteilung ist der explizite Verweis auf die Einberufung eines „Dritten Vatikanischen Konzils“, eine Formulierung, die von der Armenischen Kirche selbst in der offiziellen Erklärung nach dem Treffen verwendet wurde.

Obwohl die Mitteilung nicht ausführt, wie dieses mögliche Konzil ausgestaltet werden sollte oder welche konkreten Themen es behandeln müsste, eröffnet die bloße Erwähnung eines neuen ökumenischen Konzils unvermeidlich die Debatte über den aktuellen Zustand der Kirche und die nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil entstandenen doktrinären, liturgischen und pastoralen Spannungen.

Bislang hat der Heilige Stuhl keine spezifische Klarstellung zu diesem von Aram I. vorgebrachten Vorschlag veröffentlicht.

Gemeinsames Ostern und Gedenken an die christlichen Märtyrer

Neben der konziliaren Frage betonte der armenische Führer die Notwendigkeit, auf ein gemeinsames Datum für die Feier des Osterns zwischen Katholiken und Orthodoxen hinzuarbeiten, ein altes Anliegen der ökumenischen Bewegung.

Zudem schlug er vor, einen Gedenktag für alle christlichen Märtyrer einzurichten, und hob die Bedeutung hervor, das gemeinsame Bewusstsein für die Verfolgungen zu stärken, die Christen in verschiedenen Teilen der Welt erleiden.

Laut der armenischen Mitteilung äußerte Leo XIV. „Verständnis und Unterstützung“ hinsichtlich der während des Gesprächs angesprochenen Themen.

Artsach und die Lage im Libanon

Der armenische Katholikos nutzte das Treffen auch, um politische und humanitäre Fragen im Zusammenhang mit dem Nahen Osten und dem Kaukasus anzusprechen.

In concreto verteidigte er das Recht der Armenier von Artsach, unter internationalen Garantien in ihre Länder zurückzukehren, und forderte den Schutz armenischer Kirchen und historischer Denkmäler gemäß dem Völkerrecht. Er forderte außerdem die sofort<|eos|>

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