Die Spanische Bischofskonferenz verlieh am Montag die ¡Bravo!-Preise 2025, Auszeichnungen, mit denen die Kirche jährlich Fachleute und Projekte aus dem Bereich der Kommunikation würdigt. Zu den Preisträgern dieser 56. Auflage zählen unter anderem Rosalía, Javier Cercas, Fernando Ónega, José Luis Pérez sowie die Stiftung COPE.
Die Veranstaltung fand im Sitz der Bischofskonferenz statt und wurde von Monsignore José Manuel Lorca Planes, Präsident der Bischöflichen Kommission für Soziale Kommunikation (CECS), geleitet.
Wie die Bischofskonferenz selbst erinnerte, sollen diese Preise Kommunikatoren und Projekte auszeichnen, „die sich durch den Dienst an der Würde des Menschen, den Menschenrechten oder den evangelischen Werten hervorgetan haben“.
Rosalía und Javier Cercas, unter den Preisträgern
Einer der Preise, der besonders viel Aufmerksamkeit erregt hat, war der ¡Bravo!-Preis für Musik, der Rosalía für Lux verliehen wurde, ein Werk, das die Bischofskonferenz als ein Angebot beschrieb, das „künstlerische Empfindsamkeit, spirituelle Tiefe und ein sorgfältiges zeitgenössisches Klangkonzept“ zu vereinen vermag.
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Die katalanische Sängerin reiht sich damit in die Liste der Künstler ein, die in den letzten Jahren von der Bischofskonferenz im Rahmen dieser auf Kommunikation und Kultur ausgerichteten Preise anerkannt wurden.
Der ¡Bravo!-Preis für Presse wurde dem Schriftsteller und Kolumnisten Javier Cercas, seit 1998 Mitarbeiter von El País, verliehen. Der Jury zufolge überzeugte vor allem seine journalistische Laufbahn sowie sein aktuelles Buch El loco de Dios en el fin der Welt, das sich mit der Figur von Papst Franziskus während seiner Reise nach Mongolei beschäftigt.
Auszeichnungen für COPE, TRECE und Fernando Ónega
Der ¡Bravo!-Preis für Fernsehen ging an José Luis Pérez, Journalist bei TRECE, dessen Laufbahn die Bischofskonferenz als „gründlich und engagiert im Dienst der Information“ bezeichnete.
Die Stiftung COPE erhielt den ¡Bravo!-Preis für Radio für ihre Ausbildungsarbeit im Bereich der Kommunikation über fast drei Jahrzehnte hinweg. Der Bischofskonferenz zufolge haben mehr als sechshundert Teilnehmer in diesen 29 Jahren ihre Fortbildungsprogramme absolviert.
Der ¡Bravo!-Preis Special wurde dagegen dem erfahrenen Journalist Fernando Ónega für seine Laufbahn in Radio, Fernsehen und Presse zugeteilt. Die Bischofskonferenz hob besonders seinen Stil hervor, der auf „Gründlichkeit, Verantwortung und Wahrheit“ basiert.
Preise für Film, Podcast und digitale Kommunikation
In der Kategorie Film wurde der Preis an Alauda Ruiz de Azúa für die Film Los domingos, der sich mit dem Berufungsprozess einer Jugendlichen in einem familiären Umfeld abseits der religiären Praxis beschäftigt.
Der Preis für digitale Kommunikation ging an die Kampagne Adopta un comercio, initiiert von der Agentur Siberia nach der DANA in Valencia,而 der Podcast-Preis an Carlos Roca für Roca Project, ein Angebot, das besonders auf junge Zielgruppen ausgerichtet ist.
Auch Eva Cañas und María Criado, Kommunikationsverantwortliche der Diözese Salamanca, wurden für ihre Arbeit im diözesanen Kommunikationsbereich anerkannt.
Die CEE fordert die Kommunikation als Dienst
Während der Zeremonie erklärte Monsignore José Manuel Lorca Planes, diese Preise repräsentierten „eine ausgestreckte Hand der Kirche an die Welt der Kommunikation“ und hob die Bedeutung der Kommunikation als wesentliche Dimension des menschlichen Lebens hervor.
Der Präsident der Bischöflichen Kommission für Soziale Kommunikation warnte zudem vor einigen aktuellen Herausforderungen im Kommunikationsbereich, darunter die Polarisation, Hassreden in sozialen Netzwerken und die Entwicklung der künstlichen Intelligenz „ohne menschliche Präsenz“.
In seiner Rede lobte Lorca Planes auch die Fähigkeit der Kommunikatoren, Räume der Begegnung zu schaffen und „den Menschen ins Gesicht zu schauen, ihre Freuden und ihre Schmerzen anzuerkennen“.
Vonseiten der Preisträger her sprach José Luis Pérez und verteidigte eine Kommunikation, die sich auf die menschliche Würde, die Wahrheit und den Dienst an den Menschen konzentriert.