«Alonso Cano: Wie eine Jungfrau»: Travestiten, Dessous und subventionierte Blasphemie in einer Ausstellung über die Jungfrau in Guadalajara

«Alonso Cano: Wie eine Jungfrau»: Travestiten, Dessous und subventionierte Blasphemie in einer Ausstellung über die Jungfrau in Guadalajara

Das Museo de Guadalajara, das der Junta de Castilla-La Mancha untersteht, zeigt seit dem 7. Mai die Ausstellung Alonso Cano. Like a Virgin, eine Schau, die das Bild der Jungfrau Maria und die Ikonografie der Virgen de la Leche nutzt, um einen zeitgenössischen ideologischen Diskurs über Sexualität, Geschlecht und „Aneignung“ des weiblichen Körpers zu entwickeln.

Die Ausstellung, die gemeinsam mit der Escuela de Arte Elena de la Cruz organisiert wird, bleibt bis zum 21. Juni geöffnet. Das „künstlerische“ Statement verwendet visuelle Elemente, die mit Travestie, queerer Ästhetik, Lingerie und kultureller Provokation im Zusammenhang mit einer der heiligsten und verehrtesten Darstellungen des Christentums stehen.

Unter dem Titel Like a Virgin —eine explizite Anspielung auf den von Madonna populär gemachten Song— präsentiert die Schau Neuinterpretationen der Virgo Lactans von Alonso Cano mit Korsagen, Leder, zeitgenössischen Stylings und fotografischen Kompositionen, die von Studierenden der Fotografie, Mode und Design erstellt wurden.

Von Cultura Castilla-La Mancha wird die Initiative als „Übung in pädagogischer Innovation und kultureller Vermittlung“ vorgestellt, die darauf abzielt, das historische Erbe mit den neuen Generationen von Künstlern zu verbinden.

Die Jungfrau aus zeitgenössischer Ideologie heraus neu interpretiert

Laut der offiziellen Beschreibung, die von Cultura Castilla-La Mancha verbreitet wurde, geht das Projekt von der Vorstellung aus, dass die Ikonografie der Jungfrau, die das Jesuskind stillt, während der Gegenreformation „zensiert und sexualisiert“ wurde.

Die Ausstellung will „die historische Spannung zwischen der Heiligkeit des weiblichen Körpers und dem patriarchalen Blick“ erkunden und ein tief theologisches Bild der göttlichen Mutterschaft aus zeitgenössischen ideologischen Kategorien heraus neu interpretieren, die mit Feminismus, sexueller Identität und Gender-Theorie verbunden sind.

Unter den verwendeten kulturellen Referenzen finden sich Figuren wie Madonna, Alexander McQueen oder Jean Paul Gaultier, in einem Ansatz, der barocke sakrale Kunst mit visuellen Codes der zeitgenössischen ästhetischen Provokation verbindet.

Eine Provokation, die mit anderen Religionen kaum möglich wäre

Die Repräsentation zeigt, wie bestimmte kulturelle Institutionen mit dem religiösen Erbe des Katholizismus umgehen, indem sie es häufig zum Objekt künstlerischer Provokation und ideologischer Neuinterpretation machen.

Die göttliche Mutterschaft Marias wird in dieser Ausstellung zu einem bloßen Vorwand für zeitgenössische politische und kulturelle Diskurse, indem sie die Werk von Alonso Cano bewusst um seine spirituelle und devotionele Dimension entleert.

Es ist festzustellen, dass solche Provokationen selten mit heiligen Symbolen anderer Religionen vorgenommen werden, während das Christentum weiterhin ein häufiger Zielpunkt kultureller Transgression ist, die mit öffentlichen Mitteln finanziert wird.

Hilf Infovaticana, weiter zu informieren