Der Erzbischof von San José in Costa Rica verbietet die Aufstellung von Kniebänken zur Austeilung der Kommunion

Der Erzbischof von San José in Costa Rica verbietet die Aufstellung von Kniebänken zur Austeilung der Kommunion
José Rafael Quirós Quirós, Arzobispo de San José de Costa Rica

Der Erzbischof von San José de Costa Rica, Monsignore José Rafael Quirós Quirós, hat angeordnet, dass in den Kirchen keine Kniebänke für die Austeilung der Heiligen Kommunion aufgestellt werden dürfen. Diese Entscheidung stellt ein weiteres Hindernis für Gläubige dar, die die Eucharistie kniend empfangen möchten.

Die Maßnahme ist in einem Rundschreiben vom 13. Mai festgehalten, das vom bischöflichen Delegierten für die Liturgie, dem Priester Francisco Morales González, im ausdrücklichen Auftrag des Erzbischofs unterzeichnet wurde.

Das Dokument reagiert auf Anfragen der letzten Wochen zur Installation von Kniebänken für Gläubige, die kniend kommunizieren möchten.

„Keine Kniebänke aufstellen“

Nachdem die Kirche daran erinnert, dass die Kommunion sowohl stehend als auch kniend sowie in den Mund oder in die Hand empfangen werden darf, legt das Rundschreiben ausdrücklich fest:

„Angesichts dieser Sachlage verfügt der Herr Erzbischof, dass von nun an keine Kniebänke in den Kirchen für die Austeilung der Kommunion aufgestellt werden dürfen.“

Der Text vertritt die Auffassung, dass das Vorhandensein von Kniebänken einige Gläubige zu der Annahme verleiten könnte, dass der Empfang der Kommunion kniend „die einzige von Church festgelegte Form“ sei.

Darüber hinaus wird argumentiert, dass diese Elemente den Zugang für ältere Menschen oder Personen mit Mobilitätseinschränkungen erschweren könnten, die gewohnt sind, stehend zu kommunizieren.

Die Erzdiözese erinnert daran, dass der kniende Kommunion-Empfang weiterhin erlaubt ist

Das Rundschreiben betont auch, dass kein Minister eine einzige Form der Kommunion-Aufnahme erzwingen darf, und erinnert daran, dass die Gläubigen das Recht haben, sie sowohl stehend als auch kniend zu empfangen。

Das Dokument zitiert ausdrücklich die Instruktion Redemptionis Sacramentum und die apostolische Ermahnung Sacramentum Caritatis von Benedikt XVI, wobei es daran erinnert, dass es nicht zulässig ist, einem Gläubigen die Kommunion zu verweigern, wenn er die Eucharistie kniend empfangen möchte.

Jedoch wird die Entscheidung, die Kniebänke zu entfernen, von zahlreichen Gläubigen als eine Maßnahme interpretiert, die diese Praxis – die in Kreisen, die die liturgische Reverenz wiederentdecken wollen, immer häufiger wird – klar entmutigt.

Erinnerung an eine Bitte des Nuntius von 2012

Die Entscheidung von Monsignore Quirós hat auch die Erinnerung an eine Bitte des ehemals apostolischen Nuntius in Costa Rica, Monsignore Pierre Nguyen Van Tot, von 2012 wiederbelebt.

Damals bat der päpstliche Vertreter die Bischofskonferenz Costa Ricas formal darum, die Kommunion wieder in den Mund und kniend nach den universellen Normen der Kirche zu verteilen.

Die Bitte, nach verschiedenen kirchlichen Quellen zufolge, wurde nicht in allgemeiner Weise umgesetzt.

Ein immer sichtbarer liturgischer Streit

Die Frage der knienden und mundgereichten Kommunion hat sich zu einem der sichtbarsten liturgischen Debatten der letzten Jahre innerhalb der Kirche entwickelt.

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Während zahlreiche Priester und Gläubige diese Praxis als Ausdruck der Anbetung und eucharistischen Reverenz wiederentdecken, sehen einige kirchliche Sektoren sie weiterhin mit Misstrauen oder versuchen sie durch praktische Normen zu begrenzen.

Die jetzt vom Erzbischof von San José in Costa Rica angenommene Entscheidung hat unter den Gläubigen Unmut erzeugt, die es für widersprüchlich halten, das Recht, kniend zu kommunizieren, formal anzuerkennen, while die Mittel, die diese Möglichkeit in den Pfarreien erleichtert, entfernt werden.

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