Erste Lesung
Lesung aus dem Brief des heiligen Apostels Paulus an die Philipper
Philipper 3, 17–4, 1
Brüder: Ahmt alle mich nach und achtet auf die, die nach dem Vorbild leben, das ihr an uns habt. Denn viele, von denen ich euch oft gesagt habe und jetzt unter Tränen sage, leben als Feinde des Kreuzes Christi. Ihr Ende ist das Verderben, ihr Gott ist der Bauch, ihre Ehre ist ihre Schande, sie sind irdisch gesinnt.
Wir aber sind Bürger des Himmels, von woher wir auch den Herrn Jesus Christus als Retter erwarten. Er wird unseren armseligen Leib verwandeln und seinem verherrlichten Leib gleichgestalten mit der Kraft, mit der er sich alles unterwerfen kann.
Daher, meine geliebten Brüder, nach denen ich mich sehne, meine Freude und mein Kranz, steht fest im Herrn.
Evangelium
Lesung aus dem heiligen Evangelium nach Lukas
Lukas 16, 1-8
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: „Es war einmal ein reicher Mann, der hatte einen Verwalter. Dieser wurde bei ihm angeklagt, er verschleudere sein Vermögen. Er ließ ihn rufen und sagte zu ihm: ‚Was höre ich da über dich? Leg Rechenschaft ab über deine Verwaltung! Denn du kannst nicht länger Verwalter sein.‘ Da überlegte der Verwalter bei sich: ‚Was soll ich tun, da mein Herr mir die Verwaltung entzieht? Graben kann ich nicht, betteln schäme ich mich. Ich weiß, was ich tun werde, damit mich die Leute in ihre Häuser aufnehmen, wenn ich als Verwalter abgesetzt bin.‘
Und er rief die Schuldner seines Herrn, einen nach dem anderen. Zum ersten sagte er: ‚Wieviel bist du meinem Herrn schuldig?‘ Der antwortete: ‚Hundert Bat Öl.‘ Da sagte er zu ihm: ‚Nimm deinen Schuldschein, setz dich schnell hin und schreib fünfzig.‘ Dann fragte er einen anderen: ‚Und du, wieviel bist du schuldig?‘ Der antwortete: ‚Hundert Kor Weizen.‘ Da sagte er zu ihm: ‚Nimm deinen Schuldschein und schreib achtzig.‘
Und der Herr lobte den ungerechten Verwalter, weil er klug gehandelt hatte; denn die Kinder dieser Welt sind im Umgang mit ihresgleichen klüger als die Kinder des Lichts.“