Evangelium des Tages 13. September 2026 – Matthäus 18, 21-35

Erste Lesung

Erste Lesung

Lesung aus dem Buch Jesus Sirach

Sirach 27, 33–28, 9

Abscheulich sind Groll und Zorn;
dennoch hält der Sünder daran fest.
Der Herr wird sich am Rachsüchtigen rächen
und seine Sünden genau aufzeichnen.

Vergib deinem Nächsten die Beleidigung,
und wenn du um Vergebung bittest, werden dir deine Sünden vergeben.
Wenn ein Mensch einem anderen Groll bewahrt,
wie kann er dann vom Herrn Heilung erbitten?

Wer keinen Mitleid mit seinesgleichen hat,
wie kann er um Vergebung seiner Sünden bitten?
Wenn der Mensch, der Groll hegt,
Gott um Vergebung seiner Sünden bittet,
wird er dann jemanden finden, der für ihn eintritt?

Denke an dein Ende und höre auf zu hassen,
denke an die Verwesung im Grab
und halte die Gebote.

Halte die Gebote im Gedächtnis
und hege keinen Groll gegen deinen Nächsten.
Denke an den Bund des Höchsten
und übergehe die Beleidigungen.

Zweite Lesung

Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Römer

Römer 14, 7-9

Brüder und Schwestern: Keiner von uns lebt für sich selbst, und keiner stirbt für sich selbst. Leben wir, so leben wir für den Herrn; sterben wir, so sterben wir für den Herrn. Ob wir leben oder sterben, wir gehören dem Herrn. Denn Christus ist gestorben und auferstanden, um Herr über Lebende und Tote zu sein.



Evangelium

Lesung aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus

Matthäus 18, 21-35

In jener Zeit trat Petrus zu Jesus und fragte: „Herr, wie oft muss ich meinem Bruder vergeben, wenn er sich gegen mich versündigt? Siebenmal?“ Jesus antwortete: „Nicht siebenmal, sondern siebzigmal sieben“.

Da sagte Jesus: „Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem König, der von seinen Dienern Rechenschaft fordern wollte. Als er anfing, wurde ihm einer vorgeführt, der ihm zehntausend Talente schuldete. Weil er aber nichts hatte, um zu bezahlen, befahl der Herr, ihn samt Frau und Kindern und allem, was er besaß, zu verkaufen und so die Schuld zu begleichen. Da warf sich der Diener vor ihm nieder und flehte: ‚Hab Geduld mit mir, ich will dir alles bezahlen.‘ Da hatte der Herr Mitleid mit diesem Diener, ließ ihn frei und erließ ihm die Schuld.

Kaum war dieser Diener hinausgegangen, traf er einen seiner Mitdiener, der ihm hundert Denare schuldete. Er packte ihn beim Hals und würgte ihn: ‚Bezahle, was du mir schuldest!‘ Da warf sich sein Mitdiener vor ihm nieder und flehte: ‚Hab Geduld mit mir, ich will dir alles bezahlen.‘ Aber er wollte nicht, sondern ging hin und ließ ihn ins Gefängnis werfen, bis er die Schuld bezahlt hätte.

Als nun seine Mitdiener sahen, was geschehen war, waren sie sehr betrübt und gingen hin und berichteten ihrem Herrn alles, was sich zugetragen hatte. Da ließ ihn sein Herr rufen und sagte zu ihm: ‚Du böser Diener! Die ganze Schuld habe ich dir erlassen, weil du mich angefleht hast. Hättest nicht auch du mit deinem Mitdiener Mitleid haben müssen, wie ich mit dir Mitleid hatte?‘ Und in seinem Zorn übergab ihn der Herr den Folterern, bis er alles bezahlt hätte, was er ihm schuldete.

So wird auch mein himmlischer Vater mit euch verfahren, wenn nicht jeder von euch seinem Bruder von Herzen vergibt.“

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