Der Cerro de los Ángeles wird am kommenden Donnerstag, den 10. September, die spanische Sonderpremiere von „Sagrado Corazón“ ausrichten, dem französischen Dokufiction-Film über die Herz-Jesu-Verehrung, der in Frankreich mehr als 500.000 Zuschauer anzog. Die Vorführung findet einen Tag vor dem Kinostart in Spanien statt, der für Freitag, den 11. September, durch Bosco Films geplant ist.
Wie die Diözese Getafe mitteilte, wird der Film um 20:30 Uhr auf einer Großleinwand auf der Plaza des Cerro de los Ángeles gezeigt; Einlass ist ab 20:00 Uhr. Im Anschluss findet ein Gespräch mit den Regisseuren Sabrina und Steven J. Gunnell statt, die anwesend sein werden, um von ihren Erfahrungen zu berichten und die Entstehung des Projekts zu erläutern.
Eine Premiere an dem Ort, an dem Spanien dem Heiligsten Herzen geweiht wurde
Die Wahl des Cerro de los Ángeles für diese Präsentation steht in engem Zusammenhang mit der Geschichte der Herz-Jesu-Verehrung in Spanien.
Im Jahr 1919 weihte Alfons XIII. Spanien dem Heiligsten Herzen Jesu, und zwar vor dem Denkmal, das auf dem Cerro de los Ángeles in Getafe (Autonome Gemeinschaft Madrid) errichtet worden war. Ein Jahrhundert später, 2019, erneuerte die spanische Kirche diese Weihe in einer Feier unter Leitung des damaligen Erzbischofs von Madrid, Kardinal Carlos Osoro.
Der Film kommt am Tag nach der Sonderaufführung in die spanischen Kinos, am Freitag, den 11. September.
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Die Erscheinungen der heiligen Margareta Maria Alacoque
Unter der Regie von Sabrina und Steven J. Gunnell und produziert von Krea Film-Makers ist „Sagrado Corazón“ ein 95-minütiger Dokufiction-Film, der filmische Nachstellungen mit zeitgenössischen Zeugnissen verbindet.
Ausgangspunkt sind die Erscheinungen Jesu Christi vor der heiligen Margareta Maria Alacoque, einer Ordensfrau der Heimsuchung, die zwischen 1673 und 1675 in Paray-le-Monial (Frankreich) stattfanden. Dabei offenbarte Christus der Ordensfrau sein Herz – Offenbarungen, die wesentlich zur Verbreitung dieser Verehrung in der Kirche beitrugen.
Der Film führt die Erzählung bis in unsere Zeit fort und präsentiert rund zwanzig Zeugnisse von Menschen unterschiedlichster Herkunft, deren Lebenswege von Leid, spiritueller Suche und Bekehrung geprägt sind.
„Dieser Film ist ein Akt der Liebe und ein Akt des Glaubens“, erklärt Steven Gunnell. Der Regisseur stellt den Zweck des Films in den Zusammenhang mit der biblischen Episode der Emmaus-Jünger: „Wir dachten an die Pilger von Emmaus, die neben einem Fremden gehen und nach dem Zuhören zueinander sagen: ‚Brannte nicht unser Herz?‘ Das ist das Anliegen des Films: jedem Menschen die Möglichkeit zu geben, diese brennende Liebe Jesu zu erfahren.“
Sabrina Gunnell erläutert ihrerseits, dass die Absicht der Filmemacher darin bestand, dem Publikum zu vermitteln, dass es „tief geliebt“ wird.
„Viele dachten, dass das Sprechen über die Erscheinungen des 17. Jahrhunderts etwas Fernes oder Veraltetes sei. Doch genau das wollten wir zeigen: dass diese Botschaft aktuell bleibt – ein Herz, das in Liebe brennt und sich heute noch für die Welt hingibt“, so die Regisseurin.
Von einer Erfahrung in einem französischen Wallfahrtsort zu den Kinosälen
Das Projekt nahm 2023 Gestalt an, nach einer Erfahrung der Gunnells während einer Begegnung in Notre-Dame-du-Laus, einem Marienheiligtum in den französischen Alpen. Dort lernten sie Zeugnisse von Menschen kennen, die dem Herzen Jesu geweiht sind, und kamen auf die Idee, einen Film über die Aktualität dieser Verehrung zu drehen.
Aus dieser Erfahrung heraus entwickelten sie eine Produktion, die den Bericht über die Erscheinungen von Paray-le-Monial mit zeitgenössischen Geschichten abwechselt.
Noch vor dem Kinostart in Spanien fand „Sagrado Corazón“ eine für ein religiöses Filmprojekt ungewöhnliche Resonanz. Nach Angaben des Verleihs, die von der Diözese Getafe veröffentlicht wurden, haben ihn in Frankreich mehr als 500.000 Zuschauer gesehen, etwa 300.000 in Polen, 100.000 in den Vereinigten Staaten und 70.000 in Italien. Diese Zahlen begleiteten bereits die Ankündigung des spanischen Kinostarts im vergangenen Juni.
Bosco Films, der spanische Verleiher von Produktionen wie „Libres“ und „Vivo“, wird den Film ab dem 11. September in die spanischen Kinos bringen. Die Vorführung am Vortag am Cerro de los Ángeles mit Sabrina und Steven J. Gunnell dient somit als Auftakt zum kommerziellen Kinostart in Spanien.