Deutsch verschiebt die erste Synodalversammlung wegen fehlender Zustimmung des Vatikans

Deutsch verschiebt die erste Synodalversammlung wegen fehlender Zustimmung des Vatikans

Die erste Sitzung der Synodalen Konferenz der Kirche in Deutschland, die für den 6. und 7. November 2026 in Stuttgart geplant war, wurde abgesagt, während ihre Statuten weiterhin auf die Genehmigung des Heiligen Stuhls warten. Die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) hat DOMRADIO.DE bestätigt, dass das Treffen nicht zum vorgesehenen Termin stattfinden wird und die für die Teilnehmer reservierten Hotelzimmer bereits storniert wurden.

Die Absage bestätigt die Zweifel, die der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Heiner Wilmer, im Mai über die Möglichkeit eines Beginns im November geäußert hatte. Die künftige Synodalen Konferenz soll dem deutschen Synodalen Weg eine institutionelle Fortsetzung durch ein stabiles Gremium geben, an dem Bischöfe und Laien gemeinsam teilnehmen.

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Fünf Monate Warten auf Rom

Die Statuten des neuen Gremiums wurden im Februar von der Deutschen Bischofskonferenz verabschiedet, nachdem sie zuvor die Unterstützung des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) erhalten hatten. Am 31. März übergab Wilmer den Text persönlich in Rom, um die recognitio des Heiligen Stuhls zu beantragen.

Seitdem wurde keine Entscheidung mitgeteilt. Die Einrichtung der Synodalen Konferenz war ausdrücklich an die römische Genehmigung gebunden.

Der von ihren Befürwortern erstellte Zeitplan sah eine erste Sitzung am 6. und 7. November in Stuttgart und eine weitere 2027 in Würzburg vor. Der frühere DBK-Vorsitzende, Bischof Georg Bätzing, hatte zu Beginn des Jahres erklärt, er vertraue darauf, die Genehmigung rechtzeitig zu erhalten, und anerkannt, dass die Gründung des neuen Gremiums ohne Zustimmung Roms eine „Provokation“ darstellen würde, die man vermeiden wolle.

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Wilmer räumt ein, dass Rom „etwas Zeit“ braucht

Wilmer hatte bereits während des Katholikentags im Mai in Würzburg, Bayern, angekündigt, er erwarte nicht, dass die Synodalen Konferenz im November zusammenkommen könne.

Der Vorsitzende des deutschen Episkopats griff die Frage in der vergangenen Woche in einem Interview mit Kirche+Leben erneut auf. „Ich weiß von den Verantwortlichen [in Rom], dass sie noch etwas Zeit brauchen. Ich vertraue darauf, dass wir vorankommen“, erklärte er, ohne anzugeben, wann eine Antwort erfolgen könnte.

Die Delegierten wurden noch nicht informiert

Die Absage soll den gewählten Delegierten der künftigen Synodalen Konferenz ebenfalls nicht offiziell mitgeteilt worden sein. Nach Angaben von Teilnehmern, die von dem deutschen Medium befragt wurden, haben sie bislang weder eine Einladung für November noch eine formelle Mitteilung über die Aussetzung des Treffens erhalten.

Die Synodalen Konferenz stellt den letzten Schritt des mit dem deutschen Synodalen Weg begonnenen Prozesses dar. Ihre Ausgestaltung war Gegenstand von Gesprächen zwischen den deutschen Bischöfen und dem Heiligen Stuhl, insbesondere hinsichtlich der Kompetenzen des neuen Gremiums und seines Verhältnisses zur eigenen Autorität der Bischöfe.

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Derzeit wurde kein neuer Termin für die erste Sitzung bekannt gegeben. Die Statuten befinden sich weiterhin in Rom und warten auf die recognitio des Heiligen Stuhls.

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