Die Effigie des Pontifex kehrt auf die Münzen des Vatikans zurück nach der Pause unter Franziskus

Die Effigie des Pontifex kehrt auf die Münzen des Vatikans zurück nach der Pause unter Franziskus

Das Antlitz des Papstes kehrt auf die Münzen des Vatikans zurück. Die Regierung des Vatikanstaates stellte am Montag, dem 3. August, die erste Euro-Serie des Pontifikats von Leo XIV. vor, die das Bildnis des Papstes nach neun Jahren Abwesenheit wieder aufnimmt. Die Entscheidung kehrt die Anordnung von Franziskus aus dem Jahr 2017 um, als er darum bat, dass sein Antlitz von den vatikanischen Prägungen verschwinden und durch sein päpstliches Wappen ersetzt werden sollte.

Bildnis und Wappen, je nach Wert abwechselnd

Die neue Serie, die sechste vatikanische Euro-Serie seit 2002, führt eine bisher unbekannte Formel ein: Das Profil von Leo XIV. erscheint auf den Münzen mit höherem Wert — 10, 20 und 50 Cent, 1 Euro und 2 Euro —, während die Stücke zu 1, 2 und 5 Cent das Wappen des Papstes tragen. Laut der Regierung soll damit „der Beginn des Pontifikats von Leo XIV. durch eine einzigartige künstlerische Sprache gefeiert werden, die Tradition und Innovation vereint“.

Auf der 2-Euro-Münze heben sich die charakteristischen Elemente des päpstlichen Emblems hervor: die Lilie, Symbol der Reinheit und der marianischen Frömmigkeit, sowie das flammende Herz, von einem Pfeil durchbohrt, über einem offenen Buch, Zeichen der augustinischen Spiritualität und der Kraft des Wortes Gottes.

Eine Münze der „spoliazione“ des heiligen Franziskus gewidmet

Die Kollektion wird in Stempelglanz-Qualität in zwei Formaten präsentiert: der achtteiligen regulären Serie (Nennwert 3,88 Euro) und einer erweiterten Version mit einer bimetallischen 5-Euro-Münze, die dem VIII. Jahrhundert des Todes des heiligen Franziskus von Assisi (1226-2026) gewidmet ist und den Gesamtwert auf 8,88 Euro anhebt.

Die Vorderseite dieser 5-Euro-Münze zeigt das Porträt von Leo XIV. mit der Umschrift „LEONE XIV PP. ANNO II MMXXVI“. Die Rückseite stellt die spoliazione dar: den Moment, in dem der Heilige von Assisi sich öffentlich seiner Gewänder entledigt und auf materielle Güter verzichtet, um sich ganz Gott hinzugeben. Entwurf und Modellierung stammen von Daniela Fusco, der Stich von Silvia Ciucci.

Eine grafische Identität für das neue Pontifikat

Die Präsentationsschatulle gibt das päpstliche Wappen in Relief mit dem Effekt von gemeißeltem Gips auf elfenbeinfarbenem Hintergrund wieder, mit Inschriften in intensivem Blau: den beiden Farben der heraldischen Felder des Wappens von Leo XIV. Die Regierung hat bestätigt, dass diese Kombination auch bei den künftigen Münzausgaben verwendet wird und so eine eigene visuelle Identität des Pontifikats schafft.

Das numismatische Programm für 2026 sieht außerdem zwei 2-Euro-Gedenkmünzen vor — eine dem Lehramt von Leo XIV. und eine dem IV. Jahrhundert der Weihe der Basilika Sankt Peter gewidmet —, sowie eine Serie in Proof-Qualität, begleitet von einer 20-Euro-Münze in Silber und einer 50-Euro-Münze in Gold, beide dem Thema „Leo XIV. – Jahr II“ gewidmet.

Von Johannes Paul II. bis Leo XIV.

Die erste vatikanische Euro-Serie (2002-2005) trug das Bildnis von Johannes Paul II.; die zweite (2005-2006) entsprach der Sedisvakanz; die dritte (2006-2013) zeigte das Antlitz von Benedikt XVI.; und die vierte (2014-2016) das von Franziskus, bis der argentinische Papst 2017 anordnete, sein Bild zugunsten seines Wappens zurückzuziehen und damit die fünfte Serie einleitete. Mit Leo XIV. kehrt das päpstliche Bildnis auf die Münzen des kleinsten Staates der Welt zurück, die wie immer von der italienischen Münzstätte in Rom geprägt werden.

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