Die Autonome Stadt Ceuta hat die Patronatsfeste zu Ehren der Jungfrau von Afrika abgesagt, deren Eröffnung für diesen Samstag geplant war, aufgrund der Krise, die durch den massiven Zustrom von Migranten in die Stadt in den letzten Tagen ausgelöst wurde.
In einer Mitteilung hat die ceutische Regierung erklärt, dass die Entscheidung auf die „außergewöhnliche Lage“ zurückzuführen sei, die die Stadt durchlebt, sowie auf das „Szenario der Unsicherheit, Instabilität und Besorgnis“, das durch die Ankunft Tausender Menschen über die Grenze zu Marokko entstanden ist.
Die Feierlichkeiten, die zwischen dem 1. und 8. August geplant waren, gehören zu den wichtigsten Ereignissen im ceutischen Kalender und sind der Jungfrau von Afrika gewidmet, der Schutzpatronin der Stadt seit Jahrhunderten.
Die Regierung ist der Ansicht, dass keine Bedingungen für die Feier des Festes bestehen
Die von Juan Jesús Vivas geführte Exekutive hat die Auswirkungen anerkannt, die die Absage sowohl für die Bürger als auch für die mit den Festen verbundene Wirtschaftstätigkeit haben wird.
„Wir sind uns bewusst, was diese Entscheidung für Tausende von Ceutern, unsere Familien, die Gastronomiebranche, Schausteller, Händler, Künstler und all jene bedeutet, die mit Freude auf diese Tage der Feier und des Zusammenlebens gewartet haben“, heißt es in der Mitteilung.
Dennoch vertritt die Regierung die Auffassung, dass „Vorsicht, Verantwortung und die Sicherheit aller Bürger Vorrang haben müssen“, da die Feria ein „Raum der Begegnung, Freude und Ruhe“ sein soll und unter den gegenwärtigen Umständen „nicht die notwendigen Bedingungen gegeben sind, um sie mit den Garantien zu feiern, die Ceuta verdient“.
Keine Reaktion der Diözese auf die Absage der Feste
Die Autonome Stadt betont, dass die Entscheidung nicht auf einem „Mangel an Begeisterung“ beruht, sondern auf einem Akt der „Verantwortung und Sensibilität“ angesichts der außergewöhnlichen Situation, die Ceuta erlebt. Die Exekutive hat außerdem die Arbeit der verschiedenen an der Bewältigung der Krise beteiligten Dienste gewürdigt und den Wunsch geäußert, dass die Feierlichkeiten wieder aufgenommen werden können, sobald die Lage dies zulässt.
Bislang hat sich die Diözese Cádiz und Ceuta nicht öffentlich zur Absage der Patronatsfeste zu Ehren der Jungfrau von Afrika geäußert. In den letzten Tagen hat das Bistum nur eine Mitteilung veröffentlicht, in der Initiativen zur Bewältigung des humanitären Notstands infolge des massiven Zustroms illegaler Migranten gefördert werden.