Erste Lesung
Lesung aus der Prophetie des Micha
Micha 7, 14-15. 18-20
Herr, unser Gott, weide dein Volk mit deinem Stab,
die Schafe deines Erbes,
die abgesondert weilen im Gestrüpp,
inmitten fruchtbarer Felder.
Sie werden weiden in Baschan und in Gilead,
wie in den Tagen der Vorzeit,
wie als wir aus Ägypten auszogen
und du uns deine Wunder zeigtest.
Welcher Gott ist wie du, der die Schuld wegnimmt
und die Auflehnung der Überlebenden Israels übersieht?
Du wirst nicht ewig zürnen,
denn du hast Gefallen daran, barmherzig zu sein.
Du wirst dich wieder unser erbarmen,
unsere Missetaten unter deine Füße treten,
unsere Vergehen in die Tiefe des Meeres werfen.
Du wirst Jakob die Treue halten und Abraham Erbarmen erweisen,
wie du es unseren Vätern vor alters geschworen hast,
Herr, unser Gott.
Evangelium
Lesung aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus
Matthäus 12, 46-50
In jener Zeit sprach Jesus zur Volksmenge, als seine Mutter und seine Verwandten herankamen und mit ihm sprechen wollten. Da sagte jemand zu Jesus: „Siehe, draußen stehen deine Mutter und deine Brüder und wollen mit dir sprechen“.
Er aber antwortete dem, der es ihm sagte: „Wer ist meine Mutter, und wer sind meine Brüder?“ Und er streckte seine Hand über seine Jünger aus und sprach: „Das sind meine Mutter und meine Brüder. Denn jeder, der den Willen meines Vaters im Himmel tut, der ist mir Bruder, Schwester und Mutter“.