Israel hat mit den Vorbereitungen für die Gedenkfeier zum 2.000. Jahrestag der Taufe des Herrn begonnen, die 2030 stattfinden wird. Dazu wurde eine Arbeitsgruppe eingerichtet, die den Dialog mit den Kirchen stärken und die Aufnahme der Millionen von Pilgern koordinieren soll, die aus diesem Anlass ins Heilige Land erwartet werden.
Das israelische Außenministerium gab die Einrichtung dieser Arbeitsgruppe bekannt, die von George Deek, dem Sonderbeauftragten des Landes für die christliche Welt, geleitet wird. Ziel ist die Koordinierung der Vorbereitungen für eine Feier, die Gläubige aus aller Welt anziehen soll.
Israel treibt die Vorbereitungen für 2030 voran
Bei der Vorstellung der Initiative bezeichnete Außenminister Gideon Saar das Jubiläum als „einen Meilenstein für die christliche Welt“ und hob dessen spirituelle Bedeutung hervor.
„Es handelt sich um ein Ereignis von tiefer spiritueller Bedeutung für mehr als zwei Milliarden Christen weltweit“, erklärte er.
Der Minister fügte hinzu, dass die Feier die Gelegenheit bieten werde, ins Heilige Land zu pilgern und die Orte zu besuchen, die mit der Taufe Jesu Christi und den Anfängen des christlichen Glaubens verbunden sind.
Laut dem Ministerium erwartet Israel während der für 2030 geplanten Feierlichkeiten Millionen von Pilgern.
Jordanien bereitet ebenfalls das Zweitausendjährige vor
Die israelische Ankündigung erfolgt zwei Monate, nachdem Jordanien die sogenannte „Initiative 2030“ vorgestellt hat – ein Projekt zur Vorbereitung des Zweitausendjährigen der Taufe des Herrn durch die Verbesserung der Infrastruktur von Al-Maghtas am Ostufer des Jordan, dem traditionell als Ort der Taufe Jesu verehrten Ort.
In den vergangenen Jahren hat das haschemitische Königreich verschiedene Maßnahmen ergriffen, um die Aufnahme von Pilgern an diesem Standort zu erleichtern.
Israel seinerseits hat die Zugänge und Einrichtungen von Qasr al-Yahud weiter verbessert, das am Westufer des Jordan liegt und ebenfalls als einer der traditionellen Orte der Taufe Christi verehrt wird.
Die von beiden Ländern begonnenen Arbeiten kündigen eine der großen internationalen Pilgerfahrten an, die für 2030 geplant sind, wenn die Kirche das Zweitausendjährige der Taufe des Herrn begeht.