Die siebte Pilgerfahrt, die von der Priesterbruderschaft St. Petrus (FSSP) zwischen Köln und dem Marienheiligtum Kevelaer organisiert wird, findet vom 10. bis 13. September 2026 statt und soll deutlich mehr Teilnehmer als in den Vorjahren versammeln. Die Organisatoren rechnen mit einem Anstieg der Teilnehmerzahl um etwa 30 % im Vergleich zum Vorjahr.
In einem Interview mit CNA Deutsch führte der Mitorganisator der Pilgerfahrt, Bernhard Weiskirch, diesen Zuwachs auf das wachsende Interesse an traditionell-liturgisch geprägten Wallfahrten zurück, insbesondere unter jungen Menschen.
Vier Tage Pilgerweg nach Kevelaer
Die Pilgerfahrt führt über vier Tage von Köln nach Kevelaer, einem der bedeutendsten Marienheiligtümer Deutschlands. Das Programm bleibt im Wesentlichen unverändert: Täglich wird die Heilige Messe nach den traditionellen liturgischen Büchern gefeiert, ergänzt durch Katechesen, geistliche Vorträge, gemeinsames Gebet und Gesang auf den einzelnen Etappen.
Wie im Vorjahr sind auch eucharistische Anbetungen und das gemeinsame Gebet der Komplet am Ende des Tages vorgesehen.
Die Organisatoren ermöglichen die Anmeldung sowohl für die gesamte Strecke als auch für einzelne Tage oder nur für die letzten Kilometer der Pilgerfahrt.
Wachsendes Interesse an traditionellen Wallfahrten
Weiskirch berichtete, dass die Anmeldungen schneller als im Vorjahr eingehen und sich die Zahl der Anmeldungen im Vergleich zum gleichen Zeitpunkt 2025 bereits verdoppelt habe.
Seiner Einschätzung nach entspricht diese Entwicklung dem Trend bei anderen traditionellen Wallfahrten in Europa, vor allem in Frankreich und Spanien, die Tausende von Teilnehmern mit einem Durchschnittsalter von etwa zwanzig Jahren anziehen.
Ziel der Organisation sei es, die Aufnahmekapazität schrittweise zu erweitern, damit auch in Deutschland jeder Interessierte an einer traditionell-liturgisch geprägten Wallfahrt teilnehmen könne.
Keine Teilnahmerückgänge nach Traditionis custodes
Auf die Frage nach den Auswirkungen des Motu proprio Traditionis custodes, mit dem Papst Franziskus 2021 die Feier der Liturgie vor der Reform von 1970 neu regelte, erklärte Weiskirch, dass die Pilgerfahrt keinen Rückgang der Teilnehmerzahlen verzeichnet habe.
Im Gegenteil: Die Zahl der Pilger sei seit Beginn der Initiative jedes Jahr gestiegen. Er hob zudem die Unterstützung durch das Erzbistum Köln und den Rektor der Marienbasilika in Kevelaer hervor, die die Wallfahrt bereits seit mehreren Jahren fördern.