59 % der Katalanen billigen Papst Leo XIV., so eine Umfrage des CEO

59 % der Katalanen billigen Papst Leo XIV., so eine Umfrage des CEO

59 % der Katalanen bewerten Papst Leo XIV positiv, so das jüngste Barometer des Centre d’Estudis d’Opinió (CEO), des Meinungsforschungsinstituts der Generalitat de Catalunya. Die Umfrage stuft den Pontifex als den internationalen Führer mit der höchsten Zustimmung unter der katalanischen Bevölkerung ein und führt diesen Popularitätsanstieg unter anderem auf seine jüngste apostolische Reise nach Katalonien zurück.

Die Erhebung untersucht auch, welches Gewicht die Meinung des Papstes bei den Bürgern hat. 9 % der Befragten geben an, seinen Äußerungen „sehr viel Bedeutung“ beizumessen – zwei Prozentpunkte mehr als im vor einem Jahr veröffentlichten Barometer, das mit dem Konklave zusammenfiel, in dem Leo XIV. gewählt wurde.

Weiterhin antworten 23 %, dass die Meinung des Pontifex wichtig sein kann, wenn es um persönlich betreffende Fragen geht. Dagegen halten 22 % seine Meinung für nicht besonders wichtig und 45 % räumen ihr keinerlei Wert ein. Die restlichen 1 % antworten nicht oder wissen es nicht.

Unterschiede nach religiösem Bekenntnis

Die Studie gliedert die Ergebnisse auch nach dem religiösen Bekenntnis der Befragten auf.

Unter denjenigen, die sich als katholisch bezeichnen, geben 14 % an, der Meinung des Papstes große Bedeutung beizumessen, und 29 % halten sie für relevant, wenn er über Themen spricht, die sie persönlich betreffen. 24 % finden sie nicht besonders wichtig und 32 % räumen ihr keinerlei Wert ein.

Unter evangelischen und protestantischen Christen messen 10 % den Äußerungen von Leo XIV. große Bedeutung bei und 25 % halten sie je nach behandeltem Thema für relevant.

Bei Muslimen geben 8 % an, den Meinungen des Pontifex große Bedeutung beizumessen, während 18 % sie je nach behandeltem Thema für relevant halten.

56 % der Agnostiker und 65 % der Atheisten räumen der Meinung des Papstes keinerlei Wert ein.

Die Interpretation des CEO

Der Direktor des Centre d’Estudis d’Opinió, Joan Rodríguez, betonte, dass der öffentliche Einfluss des Pontifex über den Kreis praktizierender Katholiken hinausreicht.

Er erklärte, ein signifikanter Teil der Bevölkerung achte auf die Interventionen von Leo XIV., wenn er aktuelle Themen wie Wohnen oder Migration anspricht. Rodríguez fügte hinzu: „Weltweit sichtbare Persönlichkeiten, die spirituell mit der Bevölkerung in Verbindung treten, können ein breiteres Publikum erreichen als das, an das sie sich richten.“

Das Barometer kommt außerdem zu dem Schluss, dass mehr Bürger angeben, die Botschaften des Papstes zu hören, als sich als praktizierende Katholiken identifizieren – ein Datum, das laut CEO die öffentliche Reichweite der Papstfigur über den streng religiösen Bereich hinaus widerspiegelt.

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