Jedes Jahr stellt der Sommer die Kapellen des ewigen Gebets in der Diözese Getafe vor eine Herausforderung. Die Abreise zahlreicher Anbeter in den Urlaub erfordert eine Neuorganisation der Schichten, damit das Allerheiligste Sakrament rund um die Uhr begleitet bleibt – eine Aufgabe, die nur durch die Mitarbeit Hunderter Gläubiger möglich ist.
Wie die Diözese Getafe mitteilt, bleiben die Kapellen des ewigen Gebets in Alcorcón, Boadilla del Monte, Fuenlabrada, Getafe, Leganés, Móstoles und Valdemoro das ganze Jahr über ununterbrochen geöffnet. Um die Sommermonate zu bewältigen, hat die Diözese eine Kampagne gestartet, die neue Anbeter und Personen gewinnen soll, die vorübergehend die Schichten derer übernehmen können, die in den Urlaub fahren.
Ein Engagement, das auch im Urlaub nicht unterbrochen wird
Jede Stunde des Tages ist einem oder mehreren Gläubigen anvertraut, die sich wöchentlich zu einer Gebetszeit vor dem Allerheiligsten Sakrament verpflichten. Dieses Engagement ermöglicht es, dass die Anbetung niemals aufhört, auch wenn die Organisation im Sommer durch die Abwesenheit vieler regelmäßiger Anbeter zusätzlichen Aufwand erfordert.
Häufig suchen die Anbeter selbst nach einem Familienmitglied oder Freund, um ihre Schicht zu übernehmen. Ist dies nicht möglich, greifen verschiedene Unterstützungsmechanismen, die von jeder Kapelle organisiert werden – von Freiwilligen, die zusätzliche Stunden übernehmen, bis hin zu Notfallteams, die auf unvorhergesehene Ereignisse reagieren können.
Mehr Anbeter, nicht nur mehr Ersatzkräfte
Die Verantwortlichen der Kapellen betonen, dass das Ziel der Kampagne über die Deckung des Sommerbedarfs hinausgeht. Aus der Kapelle in Valdemoro wird erklärt, dass diese Zeit genutzt werden soll, um neue Personen zur eucharistischen Anbetung einzuladen und eine immer größere Gemeinschaft von Gläubigen aufzubauen.
„Wichtig ist nicht nur, uns bei den Vertretungen zu helfen, sondern dass immer mehr Menschen den Herrn anbeten. Je mehr wir sind, desto besser“, heißt es von der Koordination der Kapelle.
Die frühen Morgenstunden bleiben die größte Herausforderung
Die Erfahrungen der vergangenen Jahre haben gezeigt, welche Zeiten am schwierigsten zu besetzen sind. Die frühen Morgenstunden, insbesondere zwischen fünf und sechs Uhr, sind weiterhin am problematischsten. Hinzu kommen einige Schichten am frühen Nachmittag, wenn die Verfügbarkeit der Anbeter abnimmt.
Aus der Kapelle in Móstoles wird eingeräumt, dass diese Zeiträume häufig dazu führen, dass Freiwillige, die im Sommer in der Stadt bleiben, Schichten übernehmen müssen.
Ein Koordinationsnetzwerk, damit Christus niemals allein bleibt
Jede Kapelle verfügt über ein Koordinationssystem, um bei unerwarteten Ausfällen schnell reagieren zu können. In Alcorcón beginnt die Suche nach Ersatzkräften bei den Verantwortlichen jeder Stunde und setzt sich unter den Anbetern selbst fort. Erst wenn diese Möglichkeiten nicht ausreichen, wird die sogenannte „Goldliste“ herangezogen, die aus Gläubigen besteht, die besonders flexibel sind, um jede Notwendigkeit abzudecken.
Die Kapelle in Getafe, die in diesem Sommer sechzehn Jahre ununterbrochener ewiger Anbetung feiert, geht diesen Wochen trotz organisatorischer Herausforderungen zuversichtlich entgegen. Die Verantwortlichen erinnern daran, dass dank der Großzügigkeit der Anbeter die Gebetskette noch nie unterbrochen werden musste.
Die Diözese ruft nun alle, die während der Sommermonate in ihren Gemeinden bleiben, dazu auf, dem Herrn eine Stunde pro Woche zu widmen oder sich als Notfall-Anbeter zur Verfügung zu stellen. Eine einfache Geste, die es ermöglicht, dass die eucharistische Anbetung zu jeder Tages- und Nachtzeit in allen Kapellen der Diözese ohne Unterbrechung fortgesetzt werden kann.