Die «Vatikanbank» setzt auf eine ehemalige UniCredit-Führungskraft für ihren Aufsichtsrat

Die «Vatikanbank» setzt auf eine ehemalige UniCredit-Führungskraft für ihren Aufsichtsrat

Das Institut für die Werke der Religion (IOR), allgemein bekannt als die „Vatikanbank“, hat die Ernennung der italienischen Führungskraft Marina Natale zum neuen Mitglied seines Aufsichtsrats bekannt gegeben, des Gremiums, das für die Überwachung der Tätigkeit des Instituts und die Wahrung seiner Corporate Governance zuständig ist.

Mit dieser Ernennung stärkt das IOR ein zentrales Organ innerhalb der Governance-Struktur der Institution im Rahmen des Prozesses zur Verbesserung seiner Überwachungs- und Transparenzmechanismen, der in den letzten Jahren vorangetrieben wurde.

Eine umfassende Laufbahn im europäischen Bankwesen

Marina Natale verfügt über mehr als dreißig Jahre Erfahrung im Bank- und Finanzsektor. Sie begann ihre Karriere 1988 bei Credito Italiano und leitete ab 1997 mehr als ein Jahrzehnt lang die M&A-Aktivitäten der Gruppe.

Zu den Transaktionen, an denen sie beteiligt war, zählen die Gründung von UniCredito Italiano, die Übernahme der deutschen HypoVereinsbank (HVB) und die anschließende Integration mit Capitalia.

Von 2009 bis 2017 gehörte sie dem Vorstand von UniCredit an, wo sie unter anderem als Finanzdirektorin und stellvertretende Generaldirektorin der Gruppe tätig war.

Anschließend war sie von 2017 bis 2023 CEO und Generaldirektorin von AMCO, der italienischen öffentlichen Gesellschaft, die auf die Verwaltung notleidender Kredite spezialisiert ist.

Erfahrung in Aufsichtsgremien

Neben ihrer Führungslaufbahn hat Natale verschiedene institutionelle Führungspositionen innegehabt. Sie war stellvertretende Vizepräsidentin des italienischen Bankenverbands (ABI) und ist derzeit Vorsitzende des Verwaltungsrats der Cherry Bank. Darüber hinaus ist sie Mitglied der Verwaltungsräte der Unternehmen Erg und Nexi.

Das IOR hebt ihre Erfahrung in der Corporate Governance hervor

Der Präsident des Aufsichtsrats des IOR, François Pauly, würdigte die Ernennung und betonte, dass die Erfahrung von Marina Natale dazu beitragen werde, die Governance des Instituts weiter zu stärken.

„Ihre umfassende Erfahrung und die Führungskompetenzen, die sie in der obersten Führung des europäischen Banken- und Finanzsystems erworben hat, werden es dem Institut ermöglichen, den Prozess der Stärkung seiner Governance fortzusetzen“, erklärte er.

Pauly fügte hinzu, dass ihre Ernennung „einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der Ziele des IOR unter Wahrung der Grundsätze von Transparenz, Verantwortung und Integrität“ darstelle, die die Tätigkeit des Instituts leiten.

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