Die Polizei hat einen Mann festgenommen, der am Dienstag versuchte, das Kreuz vom Hauptaltar der Basilika der Jungfrau der Verlassenen in Valencia abzumontieren. Das Eingreifen des Sakristans des Tempels verhinderte, dass der Verdächtige den Diebstahl vollendete, und ermöglichte es, ihn bis zum Eintreffen der Beamten festzuhalten.
Laut dem Tageblatt Noticias Ciudadanas ereigneten sich die Vorfälle gegen elf Uhr morgens, als der Tempel für den Gottesdienst geöffnet war und sich zahlreiche Gläubige und Besucher im Inneren befanden. Der Mann betrat die Basilika, überschritt die Absperrung, die das Presbyterium schützt, und ging direkt zum Hauptaltar, wo er begann, das Kreuz zu manipulieren, offenbar mit der Absicht, es von seiner Halterung zu lösen.
Der Sakristan bemerkte, was geschah, und stellte sich dem Mann entgegen, bevor dieser den Ort mit dem Stück verlassen konnte. Beide lieferten sich im Presbyterium ein Handgemenge, bis es dem Mitarbeiter gelang, den Verdächtigen zu überwältigen und festzuhalten.
Die Polizei nahm ihn im Inneren des Tempels fest
Durch den Alarm des Basilika-Personals rückten mehrere Polizeibeamte zum Tempel aus und nahmen den Mann fest, der zum Zeitpunkt der Festnahme laut den veröffentlichten Berichten eine aggressive Haltung zeigte.
Der Festgenommene, dessen Identität nicht bekannt gegeben wurde, wurde in Polizeigewahrsam gebracht. Nach Angaben von Noticias Ciudadanas wird er zunächst wegen versuchten Diebstahls mit Gewalt und wegen Verstoßes gegen religiöse Gefühle ermittelt.
Keine nennenswerten Schäden am Kulturgut
Das schnelle Eingreifen des Tempelpersonals verhinderte, dass das Kreuz entwendet wurde und dass erhebliche Schäden am Hauptaltar oder an anderen Elementen des historisch-künstlerischen Erbes der Basilika entstanden.
Nach dem polizeilichen Einsatz kehrte in der Basilika der Jungfrau der Verlassenen die Normalität zurück und die geplanten religiösen Feiern konnten fortgesetzt werden.