Evangelium des Tages 2. Juli 2026 – Matthäus 9, 1-8

Erste Lesung

Lesung aus der Prophetie des Amos

Amos 7, 10-17

In jener Zeit sandte Amasja, der Priester von Bet-El, Jerobeam, dem König von Israel, folgende Botschaft: „Amos stiftet in Israel eine Verschwörung gegen dich an, und das Land kann seine Worte nicht mehr ertragen, denn er sagt, Jerobeam werde durch das Schwert sterben und Israel werde aus seinem Land in die Verbannung gehen.“

Amasja sagte zu Amos: „Geh weg von hier, du Seher, und flieh ins Land Juda; dort verdiene dir dein Brot, indem du prophezeist; aber prophezeie nicht mehr in Bet-El, denn es ist das Heiligtum des Königs und der Tempel des Reiches.“

Amos antwortete:
„Ich bin kein Prophet und kein Prophetensohn,
sondern ein Hirte und ein Feigenbaumzüchter.
Der Herr hat mich von der Herde weggeholt und zu mir gesagt:
‚Geh und prophezeie meinem Volk Israel.‘

Und nun höre das Wort des Herrn: ‚Du sagst zu mir: Prophezeie nicht gegen das Haus Israel. Weissage nicht gegen das Haus Isaaks.‘ Darum spricht der Herr: ‚Deine Frau wird auf offener Straße entehrt werden; deine Söhne und Töchter werden durch das Schwert sterben; dein Land wird unter die Sieger aufgeteilt; du selbst wirst in einem fremden Land sterben und Israel wird weit weg von seinem Land in die Verbannung geführt werden‘ “.



Evangelium

Lesung aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus

Matthäus 9, 1-8

In jener Zeit stieg Jesus wieder in das Boot, fuhr ans andere Ufer des Sees und kam nach Kafarnaum, seiner Stadt.

Da brachte man zu ihm einen Gelähmten, der auf einer Bahre lag. Als Jesus den Glauben dieser Menschen sah, sagte er zu dem Gelähmten: „Hab Vertrauen, mein Sohn. Deine Sünden sind dir vergeben.“

Als einige Schriftgelehrte dies hörten, dachten sie: „Dieser Mensch lästert Gott.“ Jesus aber erkannte ihre Gedanken und sagte: „Warum denkt ihr Böses in euren Herzen? Was ist leichter: zu sagen ‚Deine Sünden sind dir vergeben‘, oder zu sagen ‚Steh auf und geh umher‘? Damit ihr aber erkennt, dass der Menschensohn die Macht hat, auf Erden Sünden zu vergeben, – sagte er dann zu dem Gelähmten –: Steh auf, nimm deine Bahre und geh nach Hause.“

Und er stand auf und ging nach Hause. Als die Menschen dies sahen, ergriff sie Furcht, und sie priesen Gott, der den Menschen solche Macht gegeben hat.

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