Die Spanische Bischofskonferenz (CEE) wird am kommenden 27. Juni in Madrid das III. Nationale Treffen der Verantwortlichen für Diözesane Integrale Ökologie veranstalten. Bei dieser Veranstaltung werden Vertreter verschiedener Diözesen über Künstliche Intelligenz, Nachhaltigkeit, Biodiversität und neue Entwicklungen der sogenannten Pastoral der Integralökologie reflektieren. Der Tag, so teilt die CEE mit, dient außerdem der Vorstellung des Entwurfs eines künftigen Rahmenpapiers, das diese Tätigkeit in ganz Spanien anleiten soll.
Das Treffen, organisiert vom Referat für Integrale Ökologie der Bischöflichen Unterkommission für Caritative und Soziale Aktion, steht unter dem Motto „Unsere pastorale Identität aufbauen“ und ist ein weiteres Zeichen für die wachsende Bedeutung, die dieser Bereich in den letzten Jahren innerhalb einiger Strukturen der Bischofskonferenz erlangt hat.
Von Laudato si’ zu Magnifica Humanitas
Der Tag beginnt mit einer Podiumsdiskussion zu den Herausforderungen, die die Künstliche Intelligenz für die Pastoral der Integralökologie im Licht von Magnifica humanitas stellt, der Enzyklika von Leo XIV. über Technologie, menschliche Würde und Gemeinwohl.
Zu den Teilnehmenden gehören Emilce Cuda, Sekretärin der Päpstlichen Kommission für Lateinamerika; der Generaldirektor der Stiftung Pablo VI, Jesús Avezuela; die Professorin María del Carmen Molina sowie der Leiter des Referats für Integrale Ökologie der Spanischen Bischofskonferenz, Pater Eduardo Agosta.
Ein Rahmenpapier für die ökologische Pastoral
Ein weiterer Höhepunkt wird die Vorstellung der Grundlinien des Entwurfs des Rahmenpapiers der Pastoral der Integralökologie sein.
Die Teilnehmenden werden in Gruppen die einzelnen Kapitel analysieren, Anregungen einbringen und einen Text bereichern, der den spanischen Diözesen in diesem pastoralen Bereich als Orientierung dienen soll.
Die Erarbeitung von Rahmenpapieren, Pastoralplänen und spezifischen Strukturen bestätigt das wachsende Gewicht, das die integrale Ökologie seit der Veröffentlichung von Laudato si’ im institutionellen Leben der spanischen Kirche gewonnen hat.
Auch eine Missa pro custodia creationis wird gefeiert
Am Nachmittag werden die Teilnehmenden die Materialien und Verbreitungsstrategien der Missa pro custodia creationis kennenlernen, eines liturgischen Hilfsmittels, das speziell auf den Schutz der Schöpfung ausgerichtet ist.
Die Initiative ergänzt weitere pastorale Angebote – ausgehend von der Synodalität –, die in den letzten Jahren rund um die integrale Ökologie entwickelt wurden, ein Konzept, das seinen Geltungsbereich stetig erweitert hat und inzwischen so unterschiedliche Themen wie Biodiversität, soziale Gerechtigkeit, Klimawandel, nachhaltige Wirtschaft oder, nun auch, Künstliche Intelligenz umfasst.
Eine pastorale Identität im Aufbau
Eröffnet wird der Tag von Bischof Vicente Martín Muñoz, dem Verantwortlichen des Referats für Integrale Ökologie der Spanischen Bischofskonferenz, zusammen mit Pater Eduardo Agosta und verschiedenen diözesanen Verantwortlichen.
Das Treffen schließt mit der Eucharistiefeier unter dem Vorsitz des Bischofs und dient dazu, eine Pastoral weiter zu gestalten, die, wie die CEE betont, weiterhin ihre eigene Identität innerhalb des breiten Spektrums von Strukturen, Delegationen, Referaten und Prioritäten aufbaut, die derzeit das pastorale Handeln der Kirche prägen.