Evangelium des Tages 15. Juni 2026 – Matthäus 5, 38-42

Erste Lesung

Lesung aus dem ersten Buch der Könige

1 Könige 21, 1-16

Nabot von Jesreel besaß einen Weinberg neben dem Palast Achabs, des Königs von Samaria. Achab sagte zu Nabot: „Gib mir deinen Weinberg, damit ich dort einen Gemüsegarten anlege, denn er liegt direkt neben meinem Haus. Ich gebe dir dafür einen besseren Weinberg oder, wenn du es vorziehst, bezahle ich ihn dir mit Geld.“ Nabot antwortete Achab: „Der Herr bewahre mich davor, dir das Erbe meiner Väter zu überlassen.“

Achab ging betrübt und zornig in sein Haus, weil Nabot zu ihm gesagt hatte: „Ich werde dir das Erbe meiner Väter nicht überlassen.“ Er legte sich auf sein Bett, wandte sein Gesicht zur Wand und wollte nichts essen. Da kam seine Frau Isebel zu ihm und sagte: „Warum bist du so missmutig und willst nicht essen?“ Er antwortete: „Ich habe mit Nabot von Jesreel gesprochen und ihn gebeten, mir seinen Weinberg zu verkaufen oder ihn, wenn er es vorzieht, gegen einen besseren einzutauschen. Doch er hat mir geantwortet, er werde mir seinen Weinberg nicht geben.“

Seine Frau Isebel sagte zu ihm: „Bist du nicht der mächtige König, der über Israel herrscht? Steh auf, iss und sei fröhlich. Ich werde dir den Weinberg Nabots verschaffen.“

Dann schrieb sie im Namen Achabs Briefe, siegelte sie mit dem Königssiegel und sandte sie an die Ältesten und Obersten der Stadt, in der Nabot wohnte. Die Briefe lauteten: „Ruft ein Fasten aus, beruft eine Versammlung ein und setzt Nabot an die erste Stelle. Stellt zwei ruchlose Männer vor ihn, die ihn anklagen und sagen: ‚Er hat Gott und den König verflucht.‘ Dann führt ihn hinaus aus der Stadt und steinigt ihn, bis er tot ist.“

Die Einwohner der Stadt, die Ältesten und die Obersten, die in der Nähe Nabots wohnten, taten, was Isebel ihnen befohlen hatte, entsprechend dem, was in den Briefen stand, die sie erhalten hatten. Sie riefen ein Fasten aus und setzten Nabot in der Versammlung an die erste Stelle. Die beiden ruchlosen Männer kamen, setzten sich ihm gegenüber und klagten ihn vor dem Volk an: „Nabot hat Gott und den König verflucht.“ Darauf führten sie ihn aus der Stadt hinaus und steinigten ihn, bis er tot war. Anschließend ließen sie Isebel wissen, dass Nabot gesteinigt worden war.

Als Isebel erfuhr, dass Nabot gesteinigt worden war, sagte sie zu Achab: „Steh auf und nimm den Weinberg Nabots von Jesreel in Besitz, den er dir nicht verkaufen wollte, denn Nabot lebt nicht mehr – er ist tot.“ Sobald Achab hörte, dass Nabot tot war, ging er hin, um den Weinberg Nabots von Jesreel in Besitz zu nehmen.



Evangelium

Lesung aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus

Matthäus 5, 38-42

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: „Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist: Auge um Auge, Zahn um Zahn. Ich aber sage euch: Leistet dem Bösen keinen Widerstand. Wenn dich jemand auf die rechte Wange schlägt, halte ihm auch die andere hin. Will dich jemand vor Gericht bringen und dir das Untergewand wegnehmen, lass ihm auch den Mantel. Wenn dich jemand zwingt, eine Meile mitzugehen, geh mit ihm zwei. Gib dem, der dich bittet, und wende dich nicht ab von dem, der von dir borgen will.“

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