Erste Lesung
Erste Lesung
Lesung aus dem Buch Deuteronomium
Deuteronomium 8, 2-3. 14-16
In jener Zeit sprach Mose zum Volk und sagte: „Denk an den Weg, den der Herr, dein Gott, dich diese vierzig Jahre in der Wüste hat gehen lassen, um dich zu demütigen, um dich auf die Probe zu stellen und um zu erkennen, ob du seine Gebote halten wirst oder nicht.
Er hat dich gedemütigt und dich hungern lassen. Dann hat er dich mit dem Manna gespeist, das weder du noch deine Väter kannten, um dich zu lehren, dass der Mensch nicht nur von Brot lebt, sondern von allem, was aus dem Mund Gottes hervorgeht.
Lass es nicht geschehen, dass du den Herrn, deinen Gott, vergisst, der dich aus Ägypten und aus der Sklaverei herausgeführt hat; der dich durch jene weite und schreckliche Wüste geführt hat, voller Schlangen und Skorpione; der in einem dürren Land für dich Wasser aus dem härtesten Felsen hervorsprudeln ließ und der dich in der Wüste mit einem Manna gespeist hat, das deine Väter nicht kannten“.
Zweite Lesung
Lesung aus dem ersten Brief des Apostels Paulus an die Korinther
1 Korinther 10, 16-17
Brüder! Der Kelch des Segens, den wir segnen, ist er nicht die Gemeinschaft mit dem Blut Christi? Und das Brot, das wir brechen, ist es nicht die Gemeinschaft mit dem Leib Christi? Ein Brot ist es. Darum sind wir viele ein Leib, weil wir alle an dem einen Brot teilhaben.
Evangelium
Lesung aus dem heiligen Evangelium nach Markus 12, 28b-34
In jener Zeit trat ein Schriftgelehrter zu Jesus und fragte ihn:
„Welches Gebot ist das erste von allen?“
Jesus antwortete:
„Das erste ist: ‚Höre, Israel! Der Herr, unser Gott, ist der einzige Herr. Darum sollst du den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele, mit all deinen Gedanken und mit all deiner Kraft.‘ Das zweite ist: ‚Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.‘ Größer als diese beiden ist kein anderes Gebot“.
Der Schriftgelehrte sagte zu ihm:
„Sehr gut, Meister! Du hast wahrhaftig recht, wenn du sagst: Er allein ist der Herr, und es gibt keinen anderen außer ihm; und ihn zu lieben mit ganzem Herzen, mit ganzem Verstand und mit ganzer Kraft, und den Nächsten zu lieben wie sich selbst, das ist mehr als alle Brandopfer und anderen Opfer“.
Als Jesus sah, dass er verständig geantwortet hatte, sagte er zu ihm:
„Du bist nicht fern vom Reich Gottes“.
Und niemand wagte es mehr, ihn zu fragen.