Evangelium des Tages 1. Juni 2026 – Markus 12, 1-12

Erste Lesung

Beginn des zweiten Briefes des Apostels Petrus

2 Petrus 1, 1-7

Ich, Simon Petrus, Knecht und Apostel Jesu Christi, schreibe an euch, die ihr einen ebenso kostbaren Glauben erlangt habt wie wir, durch die Gerechtigkeit Jesu Christi, unseres Gottes und Erlösers. Gnade und Friede mögen euch reichlich zuteilwerden durch die Erkenntnis Jesu Christi, unseres Herrn.

Seine göttliche Macht hat uns alles geschenkt, was zum Leben und zur Frömmigkeit dient, durch die Erkenntnis dessen, der uns durch seine eigene Herrlichkeit und Kraft berufen hat. Durch diese hat er uns auch die kostbaren und überaus großen Verheißungen geschenkt, damit ihr durch sie der Verderbnis entgeht, die in der Welt durch die Begierde herrscht, und an der göttlichen Natur Anteil erhaltet. Darum setzt allen Eifer daran und fügt eurem Glauben die Tugend hinzu, der Tugend die Erkenntnis, der Erkenntnis die Selbstbeherrschung, der Selbstbeherrschung die Standhaftigkeit, der Standhaftigkeit die Frömmigkeit, der Frömmigkeit die geschwisterliche Liebe und der geschwisterlichen Liebe die Liebe.



Evangelium

Lesung aus dem heiligen Evangelium nach Markus

Markus 12, 1-12

In jener Zeit begann Jesus, in Gleichnissen zu den Hohenpriestern, den Schriftgelehrten und den Ältesten zu sprechen, und er sagte zu ihnen:

„Ein Mann legte einen Weinberg an, zog einen Zaun darum, grub eine Kelter und baute einen Turm. Dann verpachtete er ihn an Weinbauern und reiste ins Ausland.

Als die Zeit gekommen war, sandte er einen Knecht zu den Weinbauern, um von ihnen seinen Anteil am Ertrag des Weinbergs zu holen. Sie ergriffen ihn, schlugen ihn und schickten ihn mit leeren Händen zurück. Da sandte er einen anderen Knecht; auch ihn schlugen sie blutig und beschimpften ihn. Wieder sandte er einen anderen, und den töteten sie. Viele andere sandte er, und einige schlugen sie, andere töteten sie.

Schließlich hatte er noch einen, seinen geliebten Sohn. Ihn sandte er als Letzten zu ihnen, denn er dachte: ‚Vor meinem Sohn werden sie Achtung haben.‘ Als die Weinbauern aber den Sohn sahen, sagten sie zueinander: ‚Das ist der Erbe. Auf, lasst uns ihn töten, dann gehört uns das Erbe.‘ Sie ergriffen ihn, töteten ihn und warfen ihn aus dem Weinberg hinaus.

Was wird nun der Besitzer des Weinbergs tun? Er wird kommen und die Weinbauern töten und den Weinberg anderen geben. Habt ihr nicht gelesen in der Schrift: Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, ist zum Eckstein geworden. Vom Herrn ist dies geschehen, und es ist wunderbar in unseren Augen?“

Da suchten die Hohenpriester, die Schriftgelehrten und die Ältesten, Jesus festzunehmen, denn sie hatten erkannt, dass er das Gleichnis auf sie gemünzt hatte. Doch sie fürchteten sich vor dem Volk, ließen ihn stehen und gingen weg.

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