Papst Leo XIV wird diesen Samstag am Nachmittag das Gebet des Heiligen Rosenkranzes in der Lourdes-Grotte der Vatikanischen Gärten leiten. Die Initiative wird von einigen der bedeutendsten marianischen Wallfahrtsorte der Welt spirituell begleitet. Die Veranstaltung, die sich auf die Bitte um Frieden konzentriert, bildet den Abschluss des Monats Mai, der traditionell der Jungfrau Maria gewidmet ist.
Laut Angaben des Dikasteriums für die Evangelisierung werden sich zahlreiche Pilger und Gläubige aus verschiedenen Ländern dem Papst anschließen, um für das Ende der Konflikte zu beten, die weiterhin verschiedene Regionen der Welt betreffen. Der Rosenkranz beginnt um 19:00 Uhr und kann auch vom Petersplatz aus verfolgt werden.
Die großen marianischen Wallfahrtsorte schließen sich der Initiative an
Zu den Wallfahrtsorten, die an diesem Gebetstag teilnehmen, gehören das Heiligtum der Gottesmutter von Zarvanytsia in der Ukraine; das Internationale Heiligtum Unserer Lieben Frau vom Frieden und der Guten Reise von Antipolo auf den Philippinen; das Heiligtum Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz von Fátima in Portugal; das Heiligtum Unserer Lieben Frau, Königin des Friedens, von Medjugorje in Bosnien und Herzegowina; das Heiligtum von Lourdes in Frankreich; das Heiligtum des heiligen Charbel in Annaya im Libanon; sowie das Päpstliche Heiligtum des Heiligen Hauses von Loreto in Italien.
Die Beteiligung dieser Wallfahrtszentren unterstreicht den universellen Charakter der vom Papst initiierten Veranstaltung, die Katholiken aus verschiedenen Kontinenten in einer gemeinsamen Intention vereinen möchte – in einer Zeit, die von anhaltenden Kriegen und internationalen Spannungen geprägt ist.
Eine ständige Bitte von Leo XIV
Seit Beginn seines Pontifikats hat Leo XIV. wiederholt die Notwendigkeit betont, für den Frieden zu beten und Wege der Versöhnung zwischen den Völkern zu fördern. Die Sorge um bewaffnete Konflikte war in seinen öffentlichen Ansprachen und in seinen Botschaften an die Gläubigen stets präsent.
Bereits am 11. April hatte der Papst während einer Vigil in der Basilika Sankt Peter ausdrücklich darum gebeten, dass der Frieden einen zentralen Platz in den Gebeten der Katholiken einnehmen solle. Die Feier an diesem Samstag setzt dieses Anliegen fort.
Mit diesem internationalen Rosenkranz wird Leo XIV. die Feierlichkeiten des marianischen Monats im Vatikan abschließen und eine der zentralen Intentionen erneuern, die seine ersten Wochen als Papst geprägt haben: Gott um das Geschenk des Friedens für die Welt zu bitten.