Madrid reagiert auf die Kritiken: Die Kirchen bleiben während des Papstbesuchs für Beichten geöffnet

Madrid reagiert auf die Kritiken: Die Kirchen bleiben während des Papstbesuchs für Beichten geöffnet

Nach der Kontroverse, die durch die Einrichtung von „Räumen des Zuhörens“ bei den großen Massenveranstaltungen während des Besuchs von Papst Leo XIV. entstanden war, hat die Erzdiözese Madrid ihre ursprüngliche Planung korrigiert und den Zugang zum Sakrament der Versöhnung schließlich verstärkt, und damit die in den letzten Tagen wegen des Fehlens von Beichtstühlen bei den geplanten Begegnungen während des Papstbesuchs aufgekommenen Kritiken ausgeräumt.

Die Entscheidung bestätigt, dass zahlreiche Kirchen im Zentrum der Hauptstadt in der Nacht des 6. Juni geöffnet bleiben und Priester für die Beichte zur Verfügung stehen werden.

Die Erzdiözese reagierte und begann, ein pastorales Konzept zu koordinieren, das das Sakrament der Vergebung erleichtern soll. Der Weihbischof von Madrid, Monsignore Vicente Martín Muñoz, sandte einen Brief an Priester und Verantwortliche der Pfarreien, in dem er bat, Kirchen und Kapellen die ganze Nacht über geöffnet zu halten.

Kirchen geöffnet und Priester die ganze Nacht verfügbar

Die Kommunikationsdirektorin der Erzdiözese Madrid, Sara de la Torre, betonte, dass „niemand denken sollte, es werde keine Beichten geben“ während des Papstbesuchs, und hob hervor, dass Madrid über Hunderte von Pfarreien verfüge, die darauf vorbereitet seien, die Gläubigen seelsorglich zu betreuen.

Die Strategie Madrids besteht darin, das umfangreiche Netz der Kirchen im Stadtzentrum zu nutzen, die mit beichtenden Priestern den ganzen Tag und besonders in der Nacht nach der Jugendvigil geöffnet bleiben sollen.

Zudem wird die Almudena-Kathedrale am 5. Juni eine vorbereitende Vigil feiern, bei der ebenfalls das Sakrament der Versöhnung empfangen werden kann.

Die Erzdiözese betont, dass die sogenannten „Räume des Zuhörens“ niemals das Sakrament der Beichte ersetzen sollten, sondern es pastoral ergänzen sollten für jene Jugendlichen, die sich ein Gespräch oder geistliche Begleitung wünschen.

„Nichts ist mit dem Sakrament der Beichte vergleichbar“, erklärte De la Torre und betonte, dass diese Begleitungsangebote eine andere Natur hätten und die sakramentale Begegnung mit dem Priester nicht ersetzen.

Barcelona wird 50 Beichtstühle im Olympiastadion aufstellen

Barcelona seinerseits wird 50 Beichtstühle im Estadi Olímpic Lluís Companys für die Vigil mit dem Papst am 9. Juni aufstellen.

Die katalanische Organisation hat 25 Beichtstühle im Tribünenbereich und weitere 25 im Lateral-Bereich vorgesehen und integriert das Sakrament der Vergebung damit ausdrücklich in das spirituelle Programm der Jugendveranstaltung.

Der Leiter des Diözesan-Sekretariats für Pastoral in Barcelona, Mn. Carlos Bosch, erklärte, dass es „eine Zeit geben wird, das Sakrament der Vergebung zu empfangen“, bevor der große Gebetsmoment mit Leo XIV. beginnt.

Ein pastoraler Besuch von großer spiritueller Dimension

Der Besuch von Leo XIV. in Spanien wird Tausende von Gläubigen mobilisieren und über eine bedeutende organisatorische und mediale Infrastruktur verfügen. Die Regierung hat die Reise offiziell zum Ereignis von besonderem öffentlichem Interesse erklärt, während die Sicherheits- und Mobilitätsvorkehrungen in Madrid und Barcelona weiterhin finalisiert werden.

In diesem Zusammenhang stellt die Verstärkung der Beichtmöglichkeiten in Madrid eine deutliche Abkehr von den ersten bekannt gewordenen Informationen dar und soll sicherstellen, dass die Papstveranstaltungen auch eine klare sakramentale und spirituelle Dimension haben, insbesondere für die Jugendlichen, die an den Vigilien und liturgischen Feiern teilnehmen werden.

 

Quellen: The Pillar / Religión Confidencial

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