Die Priesterbruderschaft St. Pius X. (FSSPX) gab am 26. Mai offiziell die Namen der vier Priester bekannt, die am 1. Juli in Écône (Schweiz) zu Bischöfen geweiht werden sollen.
Die Ankündigung erfolgte in einer Mitteilung, die vom Generaloberen der Bruderschaft, Pater Davide Pagliarani, vom Generalhaus in Menzingen unterzeichnet wurde.
Die für die Bischofsweihe vorgesehenen Priester sind:
- Pater Pascal Schreiber, Schweizer Staatsangehörigkeit;
- Pater Michael Goldade, US-amerikanische Staatsangehörigkeit;
- Pater Michel Poinsinet de Sivry, französische Staatsangehörigkeit;
- und Pater Marc Hanappier, ebenfalls französische Staatsangehörigkeit.
Bischofsweihen am 1. Juli in Écône geplant
Die Zeremonie findet am 1. Juli in Écône statt, dem Schweizer Ort, der historisch mit der von Erzbischof Marcel Lefebvre gegründeten Bruderschaft verbunden ist.
In der Mitteilung weist die FSSPX darauf hin, dass die Akten der vier Priester dem Heiligen Vater bereits zusammen mit verschiedenen Erläuterungen zum „sehr besonderen und außergewöhnlichen Kontext dieser Bischofsweihen“ vorgelegt wurden.
Die Bruderschaft betont zudem, dass diese Weihen weder eine parallele Autorität innerhalb der Kirche errichten noch die Autorität des Römischen Pontifex in Frage stellen sollen.
„Sie stellen in keiner Weise eine Verweigerung, Ablehnung oder Herausforderung der obersten, vollen und unmittelbaren Gewalt des Stellvertreters Christi über die Universalkirche dar“, heißt es in dem Text.
Kontinuität der Sakramente sicherstellen
Laut der Mitteilung zielt die bevorstehende Bischofsweihe darauf ab, die Kontinuität der Spendung der Sakramente der Weihe und der Firmung sowie weiterer bischöflicher Sakramentalien nach dem überlieferten römischen Ritus zu gewährleisten.
Die Bruderschaft bezeichnet diese Entscheidung als einen Dienst „an den Seelen und an der Kirche“ inmitten dessen, was sie als „beispiellose Krise des Glaubens“ ansieht.
Am Ende des Textes bekräftigt Pater Pagliarani den Willen der FSSPX, den katholischen Glauben vollständig weiterzugeben und der Kirche weiterhin zu dienen.
„Unsere Entschlossenheit, der heiligen katholischen Kirche zu dienen, bleibt unerschütterlich“, heißt es in der Mitteilung.