Der Papst Leo XIV. empfing am Montag den Kardinal Mario Grech, Generalsekretär der Bischofssynode, zu einer Audienz, nur einen Tag nach der Teilnahme des Purpurträgers am Katholikentag in Würzburg. Die Begegnung wurde offiziell vom Vatikan angekündigt.
Grech nahm von Freitag bis Sonntag am wichtigsten Treffen des deutschen Katholizismus teil, bei dem er den Gläubigen während der Abschlussmesse einen Gruß des Papstes überbrachte. Der Kardinal hob besonders das Engagement der Jugendlichen hervor und ermutigte die Gläubigen, den christlichen Glauben in der heutigen Gesellschaft mutig zu leben und weiterzugeben.
Die Anwesenheit des Generalsekretärs der Synode beim Katholikentag (Katholikentag) hatte besonderes Interesse geweckt, da in den letzten Jahren Spannungen zwischen dem Vatikan und dem sogenannten Synodalen Weg der Deutschen bestehen, einem Prozess, der von der Deutschen Bischofskonferenz und dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken initiiert wurde, um Reformen innerhalb der Kirche anzugehen.
Grech betont, dass Synodalität kein Machtkampf ist
Während einer Veranstaltung am Samstag nahm der Kardinal Grech an einer Diskussion über die Synodalität in der Weltkirche teil. Dort unterstrich er, dass dieses Konzept „nicht als Machtkampf oder als bloße Mehrheitsentscheidung verstanden werden darf“.
Der Purpurträger verteidigte, dass der wahre Sinn des synodalen Prozesses in einem gemeinsamen Hören auf den Heiligen Geist innerhalb der Kirche besteht.
Der Vatikan prüft weiterhin die künftige Synodal-Konferenz der Deutschen
Eines der offenen Punkte zwischen Rom und der deutschen Kirche bleibt die Genehmigung der Statuten einer künftigen ständigen Synodal-Konferenz in Deutschland, die dem Synodalen Weg eine institutionelle Fortsetzung geben soll.
Die Deutsche Bischofskonferenz hat Ende Februar den Text dieser Statuten verabschiedet und ihn anschließend dem Vatikan zur recognitio, also zur formellen Genehmigung durch den Heiligen Stuhl, übermittelt.
Während des Katholikentags zeigte sich der Präsident der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Heiner Wilmer, zuversichtlich, dass Rom das Projekt schließlich genehmigen werde. Laut seiner Aussage dürfe die Verzögerung der vatikanischen Antwort „nicht negativ interpretiert werden“, da solche Verfahren in der Regel Zeit benötigen.